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27.06.2018 Von: Pia Meier

Zürich Nord

Bezahlbaren und guten Wohnraum anbieten


Spiel und Spass am Nachmittag für die Kinder. Foto: pm.

Die Baugenossenschaft Waidmatt feierte ihr 75-Jahr-Jubiläum in einem Zirkuszelt. Die Artistinnen und Artisten des Zirkus Monti beteiligten sich beim Kinderprogramm und zeigten bei der Jubiläums-Generalversammlung ein Programm.

Zahlreiche Kinder vergnügten sich mit verschiedenen Spielen und artistischen Einlagen vor und im Zelt des Zirkus Monti auf der Wiese beim Hof der Familie Kuhn in Seebach. Nicht nur die Kinder der Genossenschafter, auch andere Kinder waren anwesend.

Bezahlbaren und guten Wohnraum
Die Baugenossenschaft Waidmatt wurde 1943 gegründet und zählt zu den mittelgrossen Wohnbaugenossenschaften im Grossraum Zürich. Die Mehrheit der Wohnungen befindet sich in Affoltern, die Waidmatt verfügt aber auch über kleinere Siedlungen in Adliswil, Langnau a.A. und Dällikon. Sie bezweckt, einer breiten Bevölkerungsschicht, insbesondere auch Familien, bezahlbaren und guten Wohnraum anzubieten. Dazu gehören ein nachhaltiger Unterhalt der Liegenschaften sowie vorausblickend eine sinnvolle Erneuerung alter Bausubstanz.

Das erste Land erwarb die Baugenossenschaft an der Furttal-/Hungerbergstrasse. Im Sommer 1945 konnten 23 Einfamilienhäuser bezogen werden. Bereits während des Baus der ersten beiden Etappen befasste sich der Vorstand mit einem neuen Projekt; angesichts der noch jungen Genossenschaft mit nur etwa 70 Mitgliedern aus heutiger Sicht etwas überraschend. 1946 kaufte die Genossenschaft Land an der Regulastrasse. Dort wurden Mehrfamilienhäuser erstellt. Eine «Expressübung» war der Bau der Liegenschaft an der Glaubtenstrasse. Auf Wunsch der Stadt wurde dort 1948 innert Kürze ein Mehrfamilienhaus gebaut. Etwas weniger zügig ging es mit der Überbauung Riedenhaldenstrasse. Es musste in Etappen gebaut werden, wie der Chronik der Waidmatt aus dem Jahr 1993 zu entnehmen ist.

 

Genossenschaften haben auch in Zukunft eine wichtige Aufgabe

«Zürich Nord» sprach mit Rolf Schoch, Präsident der Baugenossenschaft Waidmatt.

Die Baugenossenschaft Waidmatt feiert ihr 75-Jahr-Jubiläum mit Zirkus. Wie sind Sie auf diese Idee gekommen?
Traditionell macht die Baugenossenschaft Waidmatt seit mehreren Jahren jeweils im Sommer an der Regulastrasse ein Sommerfest. Dazu wird jedes Jahr ein Zelt aufgestellt. Ein Fest für unsere Genossenschafterinnen und Genossenschafter für Junge und Junggebliebene. Ein Ereignis vor allem auch für die Kinder. Die Generalversammlung, jeweils im Frühling (Mai) abgehalten im Saal des Mövenpicks in Regensdorf, erschien uns für das 75-Jahr-Jubiläum nicht geeignet. Für die Jubiläums-Generalversammlung wollten wir es doch mal anders machen. Die Idee war dann eben, etwas mit Zelt zu machen. Und so war es ein kleiner Schritt zur Begeisterung für ein Zirkuszelt. Schnell war dann auch das Motto, «ALLES ZIRKUS», geboren. Etwas ironisch selbstkritisch, hatten wir doch in den letzten Jahren immer wieder mal «Zirkus».

Die Waidmatt hat in den letzten Jahren verschiedene Projekte (Neubauten, Sanierungen) realisiert: Furttal-, Regula-, Glaubtenstrasse. Zudem sind Ersatzneubauten an der Wehntalerstrasse/In Böden geplant. Wurden Erneuerungen in der Vergangenheit vernachlässigt?
Nein, nein, die Waidmatt hat alles richtig gemacht. Unsere, meine Vorgänger Vorstände, Präsidentinnen und Präsidenten sowie Geschäftsleiter sind sehr gezielt mit grosser Voraussicht vorgegangen. Ein Erneuerungszyklus einer Baute dauert bekanntlich 25 bis 30 Jahre, daher müssen nach jedem Zyklus gewisse Erneuerungen ins Auge gefasst werden. So sind nach 75 Jahren eben die Gründersiedlung der Waidmatt im Furttal Ersatzbauten gewichen. Die Siedlung südlich an der Wehntalerstrasse und der Regulastrasse wurden bereits 2002 umfänglich saniert. Übrigens eine der ersten Minergiesanierungen der Schweiz. Ein Beitrag der Waidmatt zur Reduktion des Energieverbrauchs. Die Siedlung Furttalstrasse in Minergie P-Eco, Regulastrasse 6 i Minergie A-Eco. Und jetzt sind eben ganz planmässig die nächsten Erneuerungen nördlich der Wehntalerstrasse, In Böden und Riedenhaldenstrasse an der Reihe.

Hat die Waidmatt weitere Baupläne für die Zukunft?
Wir werden auch in Zukunft, nebst den notwendigen Unterhaltsarbeiten, auch Erneuerungen durchführen müssen. Genossenschaftssiedlungen sind bekanntlich mehrheitlich besser unterhalten als private Liegenschaften. Gerne würden wir ja auch weitere Siedlungen erstellen und damit einen weiteren Beitrag zum preisgünstige Wohnen leisten. Nur, dies ist im Grossraum Zürich sehr schwierig geworden. Käuflich kann kaum noch Land zu vernünftigen Konditionen erworben werden. Land im Baurecht bei der Stadt Zürich ist ebenfalls rar und an viele Auflagen gebunden.

Welchen Stellenwert haben die Genossenschaften in der Stadt Zürich?
Ich denke, auch in Zukunft werden die Genossenschaften in Zürich eine wichtige Aufgabe erfüllen. Dank ihnen ist die durchschnittliche Wohnungsmiete deutlich tiefer als ohne. Ohne die Genossenschaften wäre es für viele Familien nicht möglich, in der Stadt zu wohnen. Die Hilfe zur Selbsthilfe der Genossenschaften ist und bleibt eine Erfolgsgeschichte.

 



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