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04.07.2018 Von: Pascal Wiederkehr

Züriberg, Zürich 2

Stadt testet Veloabschrankungen


Am Utoquai gegenüber dem Seebad wird nicht die Sicherungsfunktion, sondern das Visuelle getestet. Foto: pw.

Dereinst könnten sie am Veloweg um das Seebecken eingesetzt werden: Die Stadt testet selbstentwickelte Veloabschrankungen am Mythen- und Utoquai. Auf der rechten Seeseite überrascht der Testort.

Wären die grossen Hinweistafeln nicht da, man würde sich über die Funktion der neuen Geländer am Mythen- und Utoquai wundern. Das Tiefbauamt der Stadt Zürich testet Abschrankungen entlang von Velowegen.
Grund dafür: Um das Seebecken soll gemäss «Masterplan Velo» eine durchgehende Verbindung entstehen. Wie es auf einer Hinweistafel heisst, erwartet das Tiefbauamt eine grosse Anzahl Velos. Da die Strecke teilweise an stark befahrenen Hauptverkehrsachsen entlang führe, brauche es an einigen Orten Absturzsicherungen oder Trennelemente. Die Stadt hat sich entschieden, dazu selber etwas zu entwickeln.

Test läuft bis Ende Jahr
Auf Anfrage erklärt Evelyne Richiger, Sprecherin des Tiefbauamts, dass der Test voraussichtlich noch bis Dezember 2018 daure. Ein Standort befindet sich am Mythenquai, direkt gegenüber dem Bahnhof Wollishofen. Eine andere Abschrankung testet die Stadt am Utoquai, vis-à-vis des Seebads. Während sich aber der Standort am Mythenquai direkt an der Strasse befindet, steht die Abschrankung auf der rechten Seeseite an einem abgesperrten Bereich bei den Motorrad-Parkplätzen. Was ist der Grund für den Test genau an diesem Ort? «Die Stelle am Utoquai wurde in der Nähe des zukünftigen Einsatzortes des Projekts Veloweg Utoquai gewählt», erklärt Richiger. Bei diesem Standort gehe es um eine Beurteilung der Gestaltung sowie des Erscheinungsbilds: «Das heisst die Einordnung in den städtebaulichen Kontext und die Anlagen am See», präzisiert Richiger. Am Mythenquai werde hingegen die Funktionalität getestet. «Die Abschrankung ist entlang der Strasse zwischen Fahrbahn und Veloweg.» Auf die Frage, ob es nicht besser wäre, die Absturzsicherung würde auch am Utoquai an einem Ort getestet, wo sie ihre Funktion als Sicherung an einem Veloweg wahrnehmen kann, heisst es lediglich: «Wir testen die Sicherungsfunktion am Mythenquai.»

Mit der Testphase verbunden fragt die Stadt auch nach Feedbacks der Bevölkerung. «Wir haben einige Rückmeldungen erhalten. Wir sammeln weiter und ziehen Ende Jahr Bilanz», so Richiger.

Pro Velo ist kritisch
Das erste Projekt, an dem solche Abschrankungen genutzt werden könnten, ist der Veloweg Utoquai. Der Einsatz eines solchen Elements als Absturzsicherung wäre derzeit für 2020 auf Höhe des Restaurants Pumpstation geplant. Wie teuer solche Abschrankungen sind, kann noch nicht definitiv gesagt werden, es werde voraussichtlich eine Ausschreibung erfolgen. Das Tiefbauamt rechnet mit maximal 1000 Franken pro Meter.

Kritisch äussert sich Pro Velo Kanton Zürich. «Wir halten relativ wenig von diesem Geländer. Im Endeffekt machen diese Abschrankungen den zum Teil sowieso schon zu schmalen Weg noch schmaler», sagt Pro-Velo-Geschäftsführer Dave Durner gegenüber dieser Zeitung. Dass es sie nicht wirklich brauche, zeige sich auf der Quaibrücke: Durner: «Da gibt es ebenfalls einen Zweirichtungsradweg direkt neben schnell fahrendem Verkehr. Bisher ist uns nicht bekannt, dass irgendwann einmal jemand mit dem Velo vor ein fahrendes Auto gespickt ist.»



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