Züriberg Zürich 2 Zürich Nord Zürich West Zürich West mit Quartierecho Küsnachter Küsnachter Amtlich
11.07.2018 Von: Karin Steiner

Zürich Nord

Landwirtschaft prägte das Unterstrass von einst


Der «Fallende Brunnenhof» musste später dem Radiostudio weichen. Foto: Baugeschichtliches Archiv, ETH Zürich

Der zweite Teil des Grenzumgangs von Unterstrass mit Nicola Behrens und dem Quartierverein führte vom Restaurant Neubühl bis zum Bucheggplatz.

Eine stattliche Gruppe Interessierter traf sich bei herrlichem Sonnenschein letzten Freitag am Milchbuck, um mit Nicola Behrens und dem Quartierverein Unterstrass den zweiten Teil der Grenze ihres Quartiers entlang zu laufen. Nach einem Marsch durch den prächtigen Irchelpark startete der Umgang beim Restaurant Neubühl. «Das Gebäude wurde 1846 von einem Kaspar Fürst, mutmasslich einem Zuzüger aus Wipkingen, gebaut», erzählte Nicola Behrens. «Seit 1870 ist es ein Restaurant, und 1918 hat es der Kanton Zürich übernommen.» Einst befand sich die Quartiergrenze dies- und jenseits der Winterthurerstrasse. Heute bildet die Strasse die Quartiergrenze.

Grenze neu definiert
Mit dem Bau der Westtangente, die 1972 eröffnet wurde, hat man das Land umgeteilt: Jenseits der Autobahn gehörte ehemaliges Land von Unterstrass neu zu Oerlikon. «Die Leute waren schockiert, als sie die Autobahn durchs Quartier sahen, obwohl sie dem Bauprojekt 1968 noch mit 82,1 Prozent zugestimmt hatten», erzählte Nicola Behrens.

Entlang der Hirschwiesenstrasse und über die Schaffhauserstrasse ging der Weg weiter dem Langfurren entlang. «Eigentlich verläuft die Grenze durch die Gärten hinter den Häusern aus den 1940er Jahren», verriet Nicola Behrens. Ein Grenzstein im Trottoir an der Schaffhauserstrasse markiert heute noch die Grenze zwischen dem bereits eingemeindeten Unterstrass und der Gemeinde Oerlikon.

Historisches Bad Allenmoos
Über den Schürbungert ging der Weg weiter der Ringstrasse entlang zum Bad Allenmoos. Dieses wurde aufgrund eines gewonnenen Architekturwettbewerbs von den Architekten Max Ernst Haefeli, Werner M. Moser und dem Gartenarchitekten Gustav Ammann 1935 erbaut und anlässlich der Landesausstellung von 1939 eröffnet. «Ein als Park gestaltetes Bad war damals weit über die Landesgrenzen hinweg ein grosses Vorbild.»

Leider hatte inzwischen der Regen eingesetzt, und der Rest des Umgangs wurde unter den Regenschirmen in zügigem Schritt fortgesetzt. Weiter ging es über die Hofwiesenstrasse und den Birchsteg zum Kiefernweg. «Der Name Hofwiesen leitet sich vom Gut Fallender Brunnenhof ab, das dem Bau des Radiostudios weichen musste.» Der Tunneleingang nach Wipkingen von 1853 liegt unterhalb der Wehntalerstrasse. Dieser Bahneinschnitt konnte erst 1933 durch eine Brücke überquert werden. Über das Birchdörfli, den Waldmeisterweg ging es weiter der Wehntalerstrasse und dem Maienweg mit den blumenreichen Gärten entlang und durch den Friedhof Nordheim zur Käferholzstrasse. Die Tour endete beim GZ Buchegg mit einem leider verregneten Apéro und Grillplausch.

Der dritte und letzte Teil des Bannumgangs mit Nicola Behrens findet am 30. August statt.



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