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25.07.2018 Von: Pia Meier

Zürich Nord

Verdichtung versus günstiger Wohnraum


Ein beschauliches, ruhiges Wohnquartier in Schwamendingen: Wird die Bewohnerschaft durch die Bauprojekte verdrängt? Foto: pm.

Mehrere Grundeigentümer aus dem Gebiet Altwiesen-, Glattwiesen- und Dübendorfstrasse in Schwamendingen haben eine Trägerschaft für eine etappierte Neubebauung ihres Gebiets gebildet. Die AL befürchtet, dass die Menschen, die dort zurzeit leben, dadurch vertrieben werden.

«Was haben die Stadt, SwissLife, Habitat 8000 und ein gutes Dutzend anderer Grundeigentümer vor mit dem Quartier zwischen dem Schulhaus Stettbach und der reformierten Kirche Hirzenbach in Schwamendingen?», fragt Gemeinderat Walter Angst (AL). Deshalb verlangt die Partei vom Stadtrat mittels einer Interpellation Auskunft über die grosse Planung im kleinen Quartier zwischen Altwiesen- und Dübendorfstrasse. Grund sind die ungefähr 500 Menschen, die dort zurzeit wohnen. Die AL fragt sich, ob diese durch eine Neuüberbauung vertrieben werden?

Kooperative Planung
Die Zusammenarbeit der 13 Grundeigentümer in diesem Gebiet wurde den Schwamendingern anlässlich einer städtischen Veranstaltung im Januar vorgestellt. Architekt Roger Boltshauser informierte über das spezielle Bauprojekt. Die Grundeigentümer haben sich dort zusammengetan, um Ersatzneubauten zu erstellen. Da nicht alle jetzt bauen möchten, sollen die 500 Wohnungen in zwei Etappen erstellt werden. Die erste Etappe soll ungefähr bis 2023 bereit sein. Stadtrat André Odermatt bezeichnete bei dieser Gelegenheit die Planung als modellhaft für die Erschliessung von Ausnützungsreserven in Gebieten mit gestreuter Eigentümerschaft. Ein solches Projekt beruht auf Freiwilligkeit. Grundstückbesitzer können nicht zu einem gemeinsamen Schritt gezwungen werden. Dass so viele Grundeigentümer zusammenspannen, ist folglich nicht selbstverständlich. Das Projekt wird vom Amt für Städtebau begleitet. Die Stadt ist Eigentümerin eines Hortgebäudes und eines Kindergartens.

Gemeinnützige Bauträger
Mitte Juli hat die Fraktion der AL im Gemeinderat eine Interpellation eingereicht. Die Partei möchte unter anderem wissen, wie die soziodemografische Zusammensetzung der Bewohnerschaft des besagten Gebiets heute ist. Zudem fragt sie, in welcher Form die Stadt Zürich und andere kommunale beziehungsweise gemeinnützige Bauträger an der Trägerschaft der kooperativen Planung Altwiesenstrasse beteiligt waren und sind? Auch möchte die AL wissen, welche Zusagen vom Hochbaudepartement der Stadt Zürich beziehungsweise vom Baukollegium an die Trägerschaft gemacht wurden? Und nicht zuletzt fragt die Partei, ob die Anwohnerschaft im Sinne eines partizipativen Prozesses in die Planung des Bauprojekts Altwiesenstrasse involviert wurde?

«Unsere Interpellation steht im Zusammenhang mit der bereits stattfindenden Bevölkerungsumschichtung von Arm zu Mittelstand. Wir sind der Meinung, dass hier städtische Interessen nicht nur in der Verdichtung, sondern auch im Erhalt von Wohnraum für die untersten Einkommenschichten liegen», hält Gemeinderat Andreas Kirstein (AL) auf Anfrage fest.



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