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25.07.2018 Von: Pia Meier

Zürich Nord

Wohnbaugenossenschaft Grubenacker geplant


Hochhäuser statt Familiengärten: Die Grubenacker-Bewohner wehren sich. Foto: kst.

Einwohnerinnen und Einwohner des Grubenackerquartiers wehren sich nach wie vor gegen die Überbauung Thurgauerstrasse. Nun planen sie die Gründung der Wohnbaugenossenschaft Grubenacker. Ziel ist unter anderem die Rückweisung der Gestaltungspläne.

Seit über einem Jahr weisen die Einwohnerinnen und Einwohner des Grubenackerquartiers die Gestaltungspläne für die Überbauung Thurgauerstrasse zurück. Grund sind unter anderem die fünf Hochhäuser, die entlang der Thurgauerstrasse geplant sind. «Wir wollen nicht, dass unser Wohnumfeld zwischen Hochhäusern und Bahndamm eingeklemmt wird«, wird festgehalten. Das vermindere die Wohnhygiene und als Folge die Bereitschaft, individuell in den weiteren Unterhalt der Gebäude zu investieren. Zudem sind die Einwohner der Meinung, dass es nicht zwei Gestaltungspläne braucht, sondern nur einen. «Wir wehren uns für eine nachhaltige Entwicklung des Quartiers», hält Christian Häbeli, Co-Präsident der IG Grubenacker, fest. Die IG hat ihre Vorstellungen von einem nachhaltig entwickelten Quartier in einem Manifest dargelegt («Zürich Nord» berichtete).

Auch gemeinnütziger Wohnungsbau
Nun soll im September/Oktober die Wohnbaugenossenschaft Grubenacker gegründet werden. Ziel ist es gemäss der IG, dass dies im Gemeinderat positiv aufgenommen wird und als «glaubwürdiges Argument dazu dient, dem Stadtrat die Rückweisung der Gestaltungspläne schmackhaft zu machen». Die Wohnbaugenossenschaft will sich im Verbund mit anderen Genossenschaften in den weiteren Planungsprozess einbringen und aktiv an der Gestaltung des Areals Thurgauerstrasse beteiligen. Weiter soll sie interessierten Grundeigentümern als Institution für eine nachhaltige Weiterentwicklung des Quartiers dienen. «Nachhaltig heisst auch, dass bei der Planung besser auf die Umgebung geachtet wird», wird betont. Der Grundcharakter des Quartiers soll erhalten bleiben.

Die Quartierbewohner wollen mit der Gründung einer Wohnbaugenossenschaft zudem belegen, dass sie nicht gegen gemeinnützigen Wohnungsbau sind, sondern im Sinn einer vorausschauenden und nachhaltigen Quartierentwicklung einen Beitrag dazu leisten möchten. Sie wollen «keinen Graben zwischen den schlechten, weil profitgierigen Privateigentümern und den guten, weil gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften», wie sie festhalten.

Und nicht zuletzt können die Wohnbaugenossenschaft Grubenacker und damit die Anwohner Projekte auf den Baufeldern im Gestaltungsplanperimeter einreichen, die auf einem Konzept basieren, das verträglich ist mit dem bestehenden Quartier. Die Mitgliedschaft im Regionalverband Zürich von Wohnbaugenossenschaften Schweiz biete die Möglichkeit zur Unterstützung für eine verträgliche Entwicklung im Grubenackerquartier.

Die Stadt ist den Einwohnern des Grubenackerquartiers soweit entgegen gekommen, dass direkt daneben weniger hoch gebaut werden soll als ursprünglich geplant. Auf dem Areal Thurgauerstrasse sind Wohnungen, Gewerbe, Schule und Park vorgesehen.



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