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08.08.2018 Von: Pascal Wiederkehr

Zürich 2

Junge Bäume im Hitzestress


Im April wurden am General-Guisan-Quai neue Bäume gepflanzt. Junge Bäume sind besonders empfindlich auf Hitze und Trockenheit. Grün Stadt Zürich muss sie deshalb bewässern. Foto: pw.

Im Frühling wurde Ersatz für die gefällten Bäume am General-Guisan-Quai gepflanzt. Junge Bäume sind auf Hitze besonders empfindlich. Wie stecken sie diese Temperaturen weg?

Sie sind im Vergleich zu ihren Vorgängern noch sehr klein, lassen aber Hoffnung aufkommen, dass sie in ein paar Jahren wieder Schatten spenden werden: Die Stadt sorgte im Frühling für Ersatz am General-Guisan-Quai und pflanzte 50 neue Bäume. Letztes Jahr hatten alle alten gefällt werden müssen – weil deren Standsicherheit wegen Pilzbefall und Fäulnis nicht mehr gewährleistet war.

«Es dauert seine Zeit, bis sich Bäume an ihren neuen Standort angepasst haben», erklärt Marc Werlen von Grün Stadt Zürich auf Anfrage. Ein Fazit werde man frühestens nach mehreren Vegetationsperioden, also Jahren, ziehen können. «Was wir heute sagen können: Den Bäumen geht es gut, die Baumschutzmassnahmen haben bisher Wirkung gezeigt», betont der Mediensprecher.

Insgesamt drei Reihen wurden gepflanzt, eine mit Rosskastanien, zwei mit Kolchischen Ahornen. Um sie besser zu schützen, vergrösserte man die Baumgruben und verband sie miteinander. Das soll eine optimale Durchwurzelung des Erdreichs erlauben. Der Wurzelraum wurde mit Stahlrosten gesichert. Ein Anfahrschutz soll zudem verhindern, dass Fahrzeuge den Bäumen zu nahe kommen.

Wasserwerfer sind nicht nötig
Die Temperaturen der letzten Wochen sind aber nicht nur für die Zürcherinnen und Zürcher, sondern auch für die Pflanzenwelt eine Herausforderung. «Pflanzen brauchen Wasser, um zu gedeihen. Hitze und Trockenheit bedeuten für viele Pflanzen Stress», so Werlen. Bei der Pflege der Grünanlagen – das beschränke sich nicht nur auf die Seeanlagen – gehe es darum, dass der Nutzen nicht übermässig eingeschränkt werde, die Anlagen und die wichtigsten Pflanzen darin nicht langfristig Schaden nehmen würden und dass haushälterisch mit Wasser umgegangen werde. Regelmässig wässert die Stadt Sportplätze, weil sie sonst im Sommer nicht genutzt werden können, Gräber, damit der Grabschmuck nicht verdorrt, und junge Bäume, weil diese besonders empfindlich sind.

Einsätze der Polizei, wie beispielsweise in Hamburg, als diese mit Wasserwerfern Pflanzen im Stadtpark gegossen haben, sind laut Grün Stadt Zürich hier nicht nötig. Die zwölf Grünflächenbezirke der Stadt, eine organisatorische Einteilung für den Unterhalt, seien entsprechend ausgerüstet. Um die Pflanzen zu bewässern, werden Gartenschläuche, Rasensprenger und Fahrzeuge mit Wassertanks eingesetzt.



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