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08.08.2018 Von: Pia Meier

Zürich Nord

Siedlung Aubruggweg ist in Betrieb


Die neue Wohnsiedlung für Asylsuchende in Schwamendingen. Foto: pm.

Auf dem Gelände Aubruggweg in Schwamendingen wurde eine temporäre Wohnsiedlung für Asylsuchende (TWS) erstellt. Sie bietet Platz für insgesamt 116 Personen. Zurzeit erfolgt der Einzug der neuen Bewohnerinnen und Bewohner, vor allem aus der TWS Leutschenbach.

Sie ist von der Zürcher Fachorganisation AOZ schon vor längerer Zeit angekündigt worden: die neue temporäre Wohnsiedlung für Asylsuchende in Schwamendingen. Verschiedene Schlüsselpersonen aus dem Quartier sowie Gemeinderäte und Gemeinderätinnen wurden von der AOZ im Februar 2016 zu einer Informationsveranstaltung geladen, wie die Institution festhält. Die Baulandparzelle am Aubruggweg gehört der Stadt und diente als Trainingsgelände für Bogenschützen. Der Vertrag der Stadt mit der AOZ läuft bis 2033. Sobald das Grundstück für eine definitive Nutzung benötigt wird, werden die Module, in denen die Asylsuchenden wohnen, abgebaut. Die Module ähnlich wie im Leutschenbach bieten Platz für insgesamt 116 Personen und werden zurzeit bezogen.

Leutschenbach wird geschlossen
In der temporären Wohnsiedlung Aubruggweg werden Familien und Einzelpersonen aus verschiedenen Herkunftsländern wohnen. Es sind Asylsuchende (Status N) und vorläufig aufgenommene Personen (Status F) – in Ausnahmefällen Flüchtlinge (Status B oder F). Sie kommen aus einer anderen Einrichtung in der Stadt Zürich oder von einem kantonalen Durchgangszentrum.

Viele Personen, die zurzeit dort einziehen, haben davor in der TWS Leutschenbach gewohnt. Diese muss einer neuen städtischen Wohnsiedlung weichen. Sagt der Gemeinderat Ja zum Objektkredit, soll die Volksabstimmung zur Siedlung Leutschenbach-Mitte im Februar 2019 stattfinden. Stimmen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Vorlage zu, beginnen die Bauarbeiten Ende 2019 oder Anfang 2020. Die TWS Leutschenbach wird ab dem 3. September abgebaut.

Selbstständiges Wohnen
Die Wohneinheiten in den Modulen verfügen über je zwei oder drei Schlafräume, einen Wohn- und Kochbereich sowie eine Nasszelle. Sechs Wohnungen sind auf die Bedürfnisse behinderter Personen ausgerichtet. Es gibt einen kleinen Spielplatz, eine Spielwiese im Innenhof und verschiedene Sitzmöglichkeiten. Das Gelände ist von einem Grünzug umgeben. Die Kinder gehen in Schwamendingen zur Schule oder in den Kindergarten, vorwiegend in die Schulen Saatlen, Leutschenbach und Auzelg, wo viele von ihnen bereits vor dem Umzug an den Aubruggweg eingeschult waren. Die erwerbsfähigen Erwachsenen besuchen in der Regel Deutschkurse, Beschäftigungs- oder Arbeitsintegrationsprogramme.

Die Situation ist dieselbe wie im Zihlacker in Seebach. Die Asylsuchenden wohnen selbstständig in der Wohnsiedlung. Gespräche mit den für sie zuständigen Sozialarbeitenden finden bei der AOZ-Sozialberatung im Kreis 4 statt. Es werden periodische Haussitzungen mit den Mitarbeitenden des AOZ-Fachbereichs Wohnen durchgeführt. Eine Hausordnung regelt das Zusammenleben in der Unterkunft.
Der AOZ ist eine gute Einbindung der temporären Wohnsiedlung Aubruggweg und ihrer Bewohner im Quartier Schwamendingen ein wichtiges Anliegen, wie sie betont. «Anwohnerinnen und Anwohner sowie interessierte Kreise haben die Möglichkeit, in einer Resonanzgruppe mitzuwirken», so die AOZ.



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