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09.08.2018 Von: Nadine Golinelli

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

Auf dem «Turmgut» haben die Jugendlichen das Sagen


Zwischen Uni und Ferien: Jugendliche leiten die Besenbeiz. Foto: Nadine Golinelli

Sommerzeit bedeutet auch, die warmen Abende im Freien zu verbringen. Der «Küsnachter» hat jüngst hinter die Kulissen der Besenbeiz im Turmgut in Erlenbach geblickt.

Das gesellige Ambiente führt viele Besucher aus nah und fern in diesen Tagen in die Besenbeiz: «Ich bin auf einem Spaziergang mit meinem Hund auf die Besenbeiz aufmerksam geworden und wollte unbedingt hierherkommen », erzählt eine Bewohnerin aus Küsnacht. Sie sei in Erlenbach zeitweise zur Schule gegangen, aber da habe es so etwas noch nicht gegeben, fügt sie leicht enttäuscht an. Die Besenbeiz wird denn auch erst seit 2004 betrieben. Im Fokus stand bereits am Anfang das gemütliche Beisammensein über die Sommerferien, in denen viele Lokale zeitweise geschlossen sind, so Max Klingler, alt Gemeinderat und Betreiber der Besenbeiz. Im Angebot stehen Grilladen aus einer Erlibacher Metzgerei und frische Salate, die teilweise aus eigener Küche stammen. Der Couscous- Salat hat einer Kundin so gemundet, dass sie sogleich nach dem Rezept hierfür gefragt hat. «Auch die Desserts sind selbst gemacht von den Mitarbeitenden, Freunden und Bekannten », fügt Klingler an.

Dorfleben mitgestalten
Das Service- sowie das Küchenpersonal setzen sich aus motivierten Jugendlichen aus der Umgebung zusammen. «Das ist bestimmt eine schöne Abwechslung zum kopflastigen Schul- und Universitätsalltag», meint die zufriedene Küsnachter Kundin weiter. Michael Meier, der bereits zum fünften Mal als Servicekraft und Grillassistenz mit an Bord ist, arbeitet gar vier Wochen in der Besenbeiz: «Ich muss noch schauen, wann ich in die Ferien gehe, weil ich bald danach in den Zivildienst muss», erklärt Michael. Für viele Junge ist es eine Chance, das Dorfleben aktiv mitzugestalten.
Auch den Feierabend verbringen viele Mitarbeitende in der Besenbeiz und geniessen die Atmosphäre und den atemberaubenden Ausblick. «Während des Servierens kommt man jedoch selten dazu, den Ausblick auf den See zu geniessen. Dafür umso mehr nach getaner Arbeit», meint Gianna Bollinger schmunzelnd. Nicht selten mischen sie sich unter die Gäste, unter denen sich oft auch Freunde und Familie befinden. «Wenn sich unter den Gästen bekannte Gesichter finden, macht es gleich noch mehr Spass», so Claudia Strebler.

Verantwortung übernehmen
Erfahrene Jugendliche dürfen in der Besenbeiz vermehrt Verantwortung übernehmen und als Teamleitende eine Woche die Zügel in die Hand nehmen. Alina Wyder, welche schon seit elf Jahren mit dabei ist, nimmt diese Chance dieses Jahr zum ersten Mal wahr und leitet eine Woche in Zusammenarbeit mit Seraina Bollinger die Besenbeiz in Eigenregie. «Dass alles im Einklang steht, dass sowohl Bestellungen eintreffen als auch der Teamgeist und die Backwaren stimmen, ist die grösste Herausforderung. » Seraina fügt an, dass sie beiden aber bereits ein eingespieltes Duo seien, weswegen die Organisation leichterfalle.



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