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22.08.2018 Von: David Herter

Zürich 2

Museum will Karton-Pavillon weiter nutzen


Der Pavillon ergänzt die Villa Wesendonck unauffällig, aber effektiv. Auffällig sind die Säulen aus Karton. Foto: dh.

Für Vernissagen, Anlässe und Apéros erweitert das Museum Rietberg seinen Betrieb im Sommer mit einem Pavillon. Die Bewilligung dafür muss nun erneuert werden.

Säulen aus Karton, Träger aus Carbon und Fenster aus Polycarbonat: Der Pavillon neben dem Museum Rietberg verblüffte 2013 mit seinen Materialien. Seither dient der vom japanischen Stararchitekten Shigeru Ban gebaute Pavillon dem Museum für Kunst aus Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien als wettersichere Erweiterung. Jeweils im Juni wird er aufgestellt, im August abgebrochen und den Winter über eingelagert.

Für das temporäre Gebäude auf der Terrasse der Villa Wesendonck war vor fünf Jahren eine Baubewilligung nötig. Nun läuft diese aus. Das Museum will sie um fünf Jahre verlängern. Ein entsprechendes Baugesuch liegt noch heute Donnerstag auf dem Amt für Baubewilligungen auf.

«Der Pavillon hat sich bewährt», sagt Museumsdirektor Albert Lutz. Zuvor habe für Anlässe im Park ein Zelt auf- und abgebaut werden müssen. Der Pavillon – ein Geschenk von Swiss Re – sei im Betrieb günstiger und habe es dem Museum erlaubt, sein Angebot auszubauen. In den vergangenen Jahren haben darin Vernissagen stattgefunden, Konzerte und Apéros. Regnet es, finden darin die Gäste des Cafés einen trockenen Platz und an der langen Nacht der Zürcher Museen werden darin Workshops angeboten. Für Hochzeiten, Geburtstage und Firmenanlässe kann der Pavillon von Privaten gemietet werden.

Museumsdirektor Lutz rechnet beim Baubewilligungsverfahren mit keinen Schwierigkeiten. Schon 2013 sei eine verlängerte Nutzung vorgesehen gewesen und mit Stadt, Denkmalpflege und Heimatschutz abgesprochen worden. Seither habe sich an den Gegebenheiten nichts geändert und der Betrieb des Pavillons habe zu keinen Klagen Anlass gegeben. Wie es nach Ablauf der erneut befristeten Bewilligung im Jahr 2023 weitergeht, sei offen, sagt Lutz. Allenfalls seien die Baumaterialien des Pavillons am Ende ihrer Lebensdauer und das Museum müsse eine neue Lösung suchen. «Darüber werde ich aber nicht mehr entscheiden», sagt Lutz. «Ich werde dann nicht mehr Direktor sein.»



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