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29.08.2018 Von: Karin Steiner

Zürich Nord

«Ich bin überzeugt, dass Iluq noch lebt»

Seit dem 28. Dezember 2017 sucht Heinz Steger unermüdlich nach seiner Iluq. Die Foxterrier-Hündin verschwand auf der Jagd in Pfyn spurlos. Der ehemalige Gemeinderat vermutet, dass Iluq gestohlen wurde.

«Iluq war eine sehr freundliche und zutrauliche Hündin», sagt Heinz Steger. «Ich kann deshalb nicht ausschliessen, dass sie mit jemandem mitgegangen ist.» Die Tatsache, dass ein Bluthund, der bekanntlich Meister ist im Suchen von Vermissten, eine Spur von Iluq aufgenommen und bis nach Pfyn verfolgt hat, bestärkt ihn in seiner Überzeugung, dass die Hündin gestohlen wurde. «Wir waren nie an diesem Ort, den der Bluthund angezeigt hat.»

Vom Sender verschwunden
Am 28. Dezember war Heinz Steger in der Region Pfyn mit Iluq auf der Jagd. Die Hündin trug einen Peilsender. So konnte ihr Besitzer ihren Aufenthaltsort verfolgen. Doch plötzlich wurde der Kontakt unterbrochen und Iluq kam nicht wieder zurück. Seitdem ist sie verschwunden. Weil Hunde stets an den Ort zurückkehren, von dem aus sie weggegangen sind, verbrachte Heinz Steger die ersten Wochen in seinem Auto im Jagdgebiet und hoffte. Auch wurde mit Suchhunden jeder Zentimeter des Geländes abgesucht. «Wir haben sogar alle Fuchsbauten geprüft, jeden Ort kontrolliert, an dem sie hätte verunfallen können.»

Es begann eine schweizweite Suche, die Heinz Steger nicht nur sehr viel Zeit, sondern auch sehr viel Geld kostete. Zudem hat er einen Finderlohn von 3000 Franken ausgesetzt. Der Fall erschien in unzähligen Zeitschriften bis nach Langenthal BE und Genf, wohin Steger aufgrund von Sichtungsmeldung eines kleinen, weissen Hundes reiste und Kameras aufstellte. «Diese Wildkameras machen Fotos, sobald sich etwas bewegt», erklärt er. «Wir legen Futter aus und hoffen, dass Iluq, sollte sie sich verlaufen haben und streunen, von dem Futter angelockt wird. Ich habe bereits Tausende solcher Fotos gesichtet, aber die Hündin war auf keinem der Bilder zu sehen.»

Im Rahmen seiner Suche hat Heinz Steger neben grosser Anteilnahme und Hilfsbereitschaft auch viele menschliche Enttäuschungen erfahren. «Einmal erhielt ich ein anonymes Mail, man habe meinen Hund gefunden. Bevor ich aber Fotos zu sehen bekam, sollte ich irgendwelche Coupons kaufen.»

Eine Anzeige läuft
«Schlimmer ist der Fall, als wir die Nachricht bekamen, unser Hund sei wohlauf und man bringe ihn zu einem vereinbarten Zeitpunkt zum Hallenstadion. Natürlich erschien niemand. Ich verstehe nicht, wie man sich aus dem Leid anderer einen Spass machen kann. Gegen diese Person läuft nun eine Anzeige.»

Als nächster Schritt wird Heinz Steger in Tierärzte-Zeitschriften in der Schweiz, in Deutschland und Österreich Inserate schalten und die Tierärztinnen und Tierärzte bitten, bei allen rund siebenjährigen Foxterrier-Hündinnen, die ihnen nicht bekannt sind, den Chip abzulesen. Dieser ist unter die Haut implantiert, identifiziert jeden Hund einwandfrei und kann nur mit einem speziellen Gerät abgelesen werden. «Es könnte sein, dass Iluq gestohlen und anschliessend verkauft worden ist und der neue Besitzer gar nicht weiss, dass der Hund dringend gesucht wird», sagt Heinz Steger. Auch diesen Fall habe es schon gegeben.

Wichtig wäre es auch, dass aufmerksame Menschen, die in ihrer Umgebung bemerkt haben, dass jemand seit den vergangenen acht Monaten plötzlich eine erwachsene Foxterrier-Hündin besitzt, diese mit dem Handy fotografieren und das Bild an Heinz Steger senden. «Es ist wichtig für mich, ein Foto zu sehen, damit ich erkennen kann, ob es Iluq sein könnte. Ich habe schon so viele Sichtmeldungen von kleinen weissen Hunden bekommen, die, wie sich herausstellte, allesamt nichts mit Iluq zu tun hatten. Mal war es eine völlig andere Rasse, mal ein Foxterrier-Rüde.»
Die Suche wollen Heinz Steger und seine Frau Monica nicht aufgeben. «Ich will wissen, was mit der Hündin passiert ist. Wenn ich wüsste, dass sie tot ist, könnte ich innerlich abschliessen. Aber ich spüre irgendwie, dass sie noch lebt.»

Iluq bedeutet dem Oerliker sehr viel. «Sieben Jahre lang war sie Tag und Nacht an meiner Seite. Das gibt eine starke Bindung.»

Kontakt: Tel. 079 419 89 30 oder
E-Mail Heinz h.steger@steger.ch



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