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29.08.2018
Zürich West

Ticketeria Goldbrunnenplatz: Die Schliessung ist sistiert


Blick aus dem Tram auf die Billettverkaufsstelle am Goldbrunnenplatz, die vorerst offen bleibt. Foto: ho.

Der ZVV will die Ticketeria Goldbrunnenplatz schliessen. Der Termin Ende Jahr gilt allerdings nicht mehr. Grund ist, dass der ZVV die Diskussion im Kantonsrat abwarten will, bevor das Lokal gekündigt wird.

Pia Meier

«Die Schliessung der beiden Verkaufsstellen Goldbrunnenplatz und Schwamendingerplatz ist sistiert», hält der ZVV auf Anfrage fest. «Grund ist, dass das Postulat, das den Weiterbetrieb der zwei Verkaufsstellen verlangt, im Kantonsrat frühestens Mitte November behandelt wird. Um die Verkaufsstellen per Ende 2018 schliessen zu können, hätten die VBZ unter anderem bestehende Mietverhältnisse bereits vor dem Kantonsratstermin kündigen müssen.» Der ZVV wollte aber keine vollendeten Tatsachen schaffen vor der parlamentarischen Diskussion, hält das Unternehmen fest. Deshalb seien die Vorbereitungen für die Schliessungen mindestens bis zum besagten Kantonsratstermin sistiert worden.
Der ZVV will die beiden Ticketerias jedoch nach wie vor schliessen. Hauptgrund dafür ist der rückläufige Verkauf von Tickets an bedienten Schaltern um 50 Prozent, wie der ZVV festhält.

Auf Ticketeria angewiesen

Die drohende Schliessung der Ticketeria hat in Wiedikon und in Schwamendingen grosse Wellen geworfen. Die SP lancierte eine Petition. Im Quartier gebe es sehr viele alte Leute, die auf eine Ticketeria angewiesen seien und die kein mobiles Telefon besässen, um Tickets zu bestellen, lautete das Hauptargument gegen die Schliessung. Ausserdem sei manchen Menschen der persönliche Kontakt wichtig.
Im oben erwähnten Postulat im Kantonsrat wird der Regierungsrat aufgefordert, auf die Ticketeria-Schliessungen zu verzichten. Das Postulat war von Kantonsräten der SP, CVP und SVP eingereicht worden. Im Gemeinderat Zürich reichten die SVP-Gemeinderäte Bernhard im Oberdorf und Heinz Schatt sowie die FDP-Gemeinderäte Raphaël Tschanz und Albert Leiser ein je gleichlautendes Postulat ein. Urs Rauber, Präsident Quartierverein Wiedikon, sieht die Sistierung als Lichtblick an. «Dies ist sicher auf den breit abgestützten Widerstand verschiedener Parteien zurückzuführen.»



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