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05.09.2018 Von: Béatrice Christen

Züriberg

Antiquariat Peter Petrej feiert 25-Jahr-Jubiläum


Antiquar Peter Petrej inmitten seiner Bücher. Foto: zvg

Heuer feiert Peter Petrej das 25-Jahr-Jubiläum seines Antiquariats. Er ist überzeugt, dass das Buch auch in Zukunft einen wichtigen Stellenwert in unserer Kultur haben wird.

Das Antiquariat Peter Petrej liegt mitten im Zürcher Hochschulquartier und wird heuer 25 Jahre alt. Sein Inhaber und Gründer, Peter Petrej, ist stolz auf sein Geschäft. Er erzählt, wie er dazu kam: «Nachdem ich drei Jahre in einem Antiquariat als Gehilfe beschäftigt war, wurde ich vom unheilbaren Antiquariats-Virus befallen. Auf einer Pilgerfahrt auf dem Jakobsweg fasste ich den Vorsatz, ein eigenes Antiquariat zu eröffnen. Mit einem von Freunden geliehenen Startkapital übernahm ich die damalige Buchhandlung Schibli und gründete mein eigenes Antiquariat.»

Neue Kontakte zur Kundschaft
Der Anfang war schwierig, da sich selten Kundschaft im Antiquariat blicken liess und Peter Petrej auch von den Banken keine Unterstützung bekam. Der Antiquar beschloss, die Kundschaft persönlich zu kontaktieren, indem er zweimal jährlich Kataloge druckte und diese in die ganze Welt verschickte. Peter Petrej sagt: «Der Katalogversand brachte Kundschaft, und ich konnte Teilzeitangestellte beschäftigen. Der Betrieb wurde schuldenfrei und die Geschäfte laufen bis heute gut.» Im Laufe der Zeit wurden allerdings antiquarische Bücher meistens über das Internet angeboten. Peter Petrej nutzte diesen Fortschritt und ist im Jahr 1997 als zweiter Schweizer Antiquar dem Zentralverzeichnis antiquarischer Bücher beigetreten und hat das Internet als Absatzkanal genutzt.
Die Verkäufe stiegen in der Folge stetig an. Doch leider sanken auch die Verkaufspreise. Das freut zwar den Sammler, aber spätestens wenn er Bücher verkaufen will, sind seine Schätze oft wenig oder gar nichts mehr wert. Seit 14 Jahren betreibt Peter Petrej eine eigene Homepage mit Volltextsuche. Er sagt: «Aktuell sind darauf mehr als 28 000 Bücher, Gemälde und Grafiken zu finden. Auch werden regelmässig Newsletter mit Neueingängen verschickt. Peter Petrej vergleicht den Beruf des Antiquars mit dem des Bauers. Er betont: «Beide Berufe haben die gleiche Lebensform, nämlich eine Präsenz von 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche. Antiquar sein heisst, neugierig auf Menschen und ihre Bibliotheken mit den gesammelten Werken zu sein. Bei den Besichtigungen lerne ich andere Lebenswelten kennen, zu denen ich sonst keinen Zutritt hätte.» Petrej fährt fort und sagt: «Ein Antiquar ist ein Ethnologe, der eine fremde Insel betritt.»
Der Antiquar aus dem Hochschulquartier sieht sich als Bewahrer der Bücherkultur. Er erzählt: «Mein Beruf ist eine grosse Passion, die ich nie aufgeben werde. Ich bin überzeugt, dass das Buch, auch wenn ihm zurzeit ein rauer Wind entgegen bläst, auch in Zukunft einen festen Platz in der Kultur besetzen wird.»



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