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05.09.2018
Zürich West

Diakonie Bethanien schliesst Palliativ-Abteilung


Das jährlichhe Defizit für die Palliativ-Pflege beträgt 1 bis 2 Millionen Franken. Screenshot: bethanien.ch

Ende Oktober ist Schluss: Am neuen Standort Altstetten schliesst die «Pallivita Bethanien» mit ihren 32 Betten.

Thomas Hoffmann

Die Sterbebegleitung unheilbar kranker Menschen war 2008 ein Novum. Damals hat die Diakonie Bethanien am früheren Standort in Fluntern die «Pallivita Bethanien» eröffnet. Nebst dem Lighthouse gab es zu jener Zeit in der Region kaum vergleichbare Angebote. Inzwischen hätten insbesondere die Spitäler auf dem Platz Zürich ihr Angebot an Palliative-Care-Betten stark ausgebaut, schreibt die Diakonie in ihrer Mitteilung.

Mit dem Umzug nach Altstetten wagte man 2016 einen Neustart mit 32 Betten in modernen Räumen und mit neuem Konzept. Doch nur ein kleiner Teil war jeweils belegt. Deshalb habe die Diakonie Bethanien das Angebot in diesem Jahr auf acht Betten reduziert, so Direktor Andreas Winkler auf Anfrage.

Fast 20 Angestellte betroffen

Nun folgt das definitive Aus. «Das jährliche Defizit beträgt 1 bis 2 Millionen Franken», erklärte Winkler, daran würde sich auf Jahre hinaus nichts ändern. Die Strategie der Diakonie Bethanien sieht vor, dass Betriebe, die eine Lücke im sozialen Angebot abdecken, nicht kostendeckend wirtschaften müssen. Das Defizit wird von der Diakonie übernommen, also als karitatives Engagement. «Aber so hohe Defizite können wir langfristig nicht tragen», betonte der Direktor. Betroffen seien von der Auflösung etwa 17 bis 19 Angestellte. Für Leute aus dem hochqualifizierten Pflegebereich werde es nicht schwierig, eine Stelle zu finden, ist Winkler überzeugt. Zudem könnten einige innerhalb der Diakonie wechseln und man sei bei der Stellensuche behilflich. Und bei den Patienten, die jetzt noch betreut werden, suche man eine andere Unterkunft.

Alle übrigen Angebote der Diakonie sind von der Schliessung nicht betroffen. Bei der Kind-Eltern-Betreuung und «Power2be» für Frauen mit Essstörungen baue man das Angebot sogar aus. Am Hauptsitz in Altstetten werden Hotel, Restaurant und Kindertagesstätte weiter betrieben. Was mit den Räumen der Palliativ-Abteilung geschehe, sei noch offen.



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