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06.09.2018
Küsnachter, Küsnachter Amtlich

Heldenbilder werden übers Tobel gespannt


Die international tätige Künstlerin Nathalie Bopp gestaltet den Küsnachter Dorfbach während einer Woche zu einer Kunstgalerie um. Foto: zvg.

Inmitten der Natur stellt die Künstlerin Nathalie Bopp (Nat) ihre Werke aus. Zu sehen ist die Installation im Küsnachter Tobel vom 15. bis zum 22. September.

Einen ganz besonderen Ort für ihre Kunstinstallation hat die gebürtige Französin Nat vor den Toren Zürichs gewählt: 20 ihrer grossformatigen Bilder hängen inmitten der Natur über den Staustufen des Dorfbaches im Küsnachter Tobel. Die Installation steht unter dem Motto «Der Wildbach und der Mensch – Über die gegenseitige Abhängigkeit von Mensch und Natur».

Antlitze symbolisieren Helden
Bei einem Spaziergang entlang dem Bach im spätsommerlichen Wald lassen sich die Emotionen in den ausdrucksstarken Augen auf den riesigen, aufgespannten Leinwänden ergründen. Die Installation ist eine Woche lang zu sehen und kann bei jedem Wetter besichtigt werden. An den Wochenenden ist die Künstlerin Nat anwesend.
Als Künstlerin schöpft Nat ihre Kraft und Inspiration oft bei Aufenthalten in der Natur. So geht es vielen Menschen. Die Installation erinnert daran, wie die Natur hilft, kraftvoll zu werden, Energie zu tanken, zu erwachen und zu uns selbst zu finden.
Aber sie zeigt uns auch, wie einzigartig und schützenswert die Natur ist. Die 20 menschlichen Antlitze symbolisieren Helden, die sich dieser Tatsache und damit der Verantwortung bewusst sind.
Die Staustufen im Küsnachter Tobel wurden erbaut, um die Menschen vor den Gewalten der Natur zu bewahren. Heute jedoch, 130 Jahre später, ist es notwendig, dass man der Natur Schutz gewähre.

Menschliches Verhältnis zur Natur
Das künstlerische Talent von Nat wurde früh entdeckt und gefördert; schon im Alter von drei Jahren nahm sie an ihrem ersten Zeichenkurs an den Beaux-arts in Poitiers, Frankreich, teil. 1987 erzielte sie im Fach Kunst die beste Abiturnote des Departments Vienne. Seit 1992 ist sie freischaffende Künstlerin und stellt ihre Bilder in Frankreich, Belgien, der Schweiz und in Deutschland aus. Nats Malerei war von jeher geprägt von Experimentierfreude, nicht festgelegt auf bestimmte Stile oder Materialien. So schuf sie auf unterschiedlichsten Untergründen feine Tuschezeichnungen, Akte in Acryl oder abstrakte Werke in Öl, auch in Kombination mit Modellpaste. Ihr aktueller Ausdrucksstil wurde beeinflusst von den Arbeiten den chinesisch-amerikanischen Künstlern Zhou-Brothers, mit welchen sie in Salzburg zusammenarbeitete. Seit einigen Jahren gilt die besondere Leidenschaft der Künstlerin der Arbeit mit Menschen. Das Hervorbringen von tiefen echten Gefühlen, das Einfangen dieser Emotionen sowie das Herausarbeiten der oftmals verschütteten positiven Kraft des Menschen ist ihr eine Herzensangelegenheit. Die Ergebnisse dieser Arbeit überträgt sie in Acryl auf grossformatige Leinwände und zeigt die Verwandlungen in teilabstrakten Porträts.

Viel Kraft und Mut nötig
Zugleich bewegt sie zutiefst die Frage nach dem menschlichen Verhältnis zur Natur und zum Umgang mit ihr. Nat leistet mit ihren Installationen einen Beitrag zur Stärkung des Bewusstseins, wie wichtig die Veränderung der menschlichen Haltung gegenüber der Natur ist.
Sie ist überzeugt, dass dieser Wandel viel Kraft und Mut von den Menschen verlangt. (e.)



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