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12.09.2018 Von: Pascal Wiederkehr

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Ihr erstes Computerspiel hat rund eine Million eingebracht


«Stray Fawn Studio»-Co-Chefin Philomena Schwab (28) und Game Designer Roger Winzeler (30) in ihrem Büro im Kreis 5. Foto: pw.

Mit zehn Mitarbeitenden zählt «Stray Fawn Studio» im Kreis 5 zu den grossen Schweizer Entwicklerstudios: Philomena Schwab ist Mitgründerin. Sie gilt laut «Forbes» als eine der 30 einflussreichsten unter 30-Jährigen der Tech-Branche. Im Oktober erscheint das neue Spiel «Nimbatus».

Videospiele aus der Schweiz füllen selten Zeitungsspalten. Doch wenn darüber geschrieben wird, dann taucht häufig der Name Philomena Schwab auf. Die 28-jährige Absolventin der Zürcher Hochschule der Künste (ZHDK) ist ein Aushängeschild der hiesigen Szene. Das amerikanische Wirtschaftsmagazin «Forbes» zählte die Schwamendingerin 2017 zu den 30 einflussreichsten unter 30-Jährigen der Technologie-Branche Europas. Eine grosse Ehre, die ihr vor allem viel Aufmerksamkeit der Medien eingebracht hat, erzählt Schwab. «Als Vorstandsmitglied der Swiss Game Developers Association (SGDA) war das sehr wertvoll, da wir versuchen, auf die Schweizer Gameszene aufmerksam zu machen.»

Im Normalfall fristet die Schweizer Spielebranche ein Nischen-Dasein. Doch das will die Gamedesignerin, die 2016 zusammen mit Micha Stettler das Entwicklerstudio «Stray Fawn Studio» in Zürich-West gegründet hat, ändern. «Das Problem liegt nicht bei der Ausbildung – die ist gut –, sondern bei der Förderung», so Schwab. Im Vergleich zu den nordischen Ländern oder Deutschland hinke die Schweiz hier hinterher und drohe abgehängt zu werden. Das erste Computerspiel des Studios, «Niche», entstand ursprünglich als Bachelorarbeit Schwabs. Nur durch Crowdfunding und Förderung durch die Kulturstiftung Pro Helvetia konnte es am Ende umgesetzt werden.

Das hat sich ausgezahlt: 100 000 Stück wurden über die Internet-Vertriebsplattform Steam verkauft, was Einnahmen von rund einer Million Franken entspricht. Aus diesem Grund setzt sich Schwab für die Initiative «Film- und Medienförderungsgesetz» ein, die am 23. September im Kanton zur Abstimmung kommt.

Drohneningenieur spielen
Aktuell arbeitet das Studio am Spiel «Nimbatus – The Space Drone Constructor» aus der Feder von Micha Stettler. Das Game, das mehrheitlich über das Geld von «Niche» finanziert ist, soll im Oktober als «Early access» auf der Vertriebsplattform Steam erscheinen. Dann ist es zwar noch nicht fertig, aber schon spielbar und wird quasi laufend weiterentwickelt. «Bei Nimbatus spielt man einen Drohneningenieur. Wie in einem Sandkasten kann der Spieler die Drohnen zusammenbauen und dann auf Missionen schicken», erklärt Schwab.

Wer das Spiel ausprobieren möchte, hat an der Zurich Game Show am Stand der SGDA Gelegenheit dazu.

www.strayfawnstudio.com

Zürich wird zweites Mal zum Gamer-Mekka

In diesem Jahr soll sie noch grösser werden als die letztjährige Ausgabe: Zum zweiten Mal findet die Zurich Game Show in der Messe in Oerlikon statt. Die Organisatoren erwarten vom 14. bis 16. September in sieben Hallen rund 30 000 Besucherinnen und Besucher. Der Fokus liegt auf Computer- und Konsolenspielen, es wird aber auch aktuelle Hardware vorgestellt. Eine Halle ist dem E-Sport, also dem kompetitiven Gegeneinanderspielen, gewidmet. An der Zurich Game Show sind auch Zürcher Entwicklungsstudios anzutreffen. Zwei davon werden auf dieser Seite vorgestellt. Wer gerne einmal ein Schweizer Spiel ausprobieren möchte, kann unter sgda.ch/demos vier Demos herunterladen. (pw.)



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