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12.09.2018 Von: Pia Meier

Zürich Nord

Immer weniger Kinder von Migranten in Wipkingen


An der Rosengartenstrasse findet eine kontinuierliche Aufwertung statt. Foto: pm.

In Zürich sind Wohngebäude seit 2008 durchschnittlich viel teurer geworden. Dies auch am Rosengarten in Wipkingen. Dass immer mehr Menschen mit gutem Einkommen dort leben, wirkt sich auf die Schulen aus. Vom «Waidhalde» schafften 50 Prozent der Schüler die Prüfung ins Gymnasium.

Wohngebäude in der Stadt Zürich wechseln für 11 000 Franken pro Quadratmeter Geschossfläche den Besitzer, wie Statistik Stadt Zürich kürzlich mitteilte. Der Preis hat sich damit seit 2008 mehr als verdoppelt. Diese deutliche Verteuerung sei die Folge des knappen Wohnraums und dass die Lehrstandsquoten in der Stadt entsprechend tief seien. Neben dem Keis 1 wurden überdurchschnittliche Preisanstiege auch in den Quartieren Unterstrass, Oberstrass und Wipkingen (plus 46 Prozent) festgestellt.

Im Gebiet Unterstrass-Wipkingen könnte eine Rolle spielen, dass Stadt und Kanton den Bau des Rosengartentunnels vorantreiben. Investoren rechnen offensichtlich weit im Voraus mit einer Beruhigung der Verkehrssituation an der Rosengartenstrasse und sind bereit, Immobilien entsprechend teurer zu bezahlen. Jedenfalls sind entlang der Rosengarten in letzter Zeit nicht nur Neubauten entstanden, sondern auch verschiedene Gebäude renoviert worden. Ökonomen haben bereits vor einiger Zeit gewarnt. Nicht die jetzigen Bewohner würden von einer Aufwertung der Rosengartenstrasse profitieren, denn diese müssten das Quartier wegen der steigenden Mietzinse vorher verlassen. Aussagen wie «Wipkingen könnte zu hip werden» machten die Runde.

Ausländeranteil sinkt
Dass in Wipkingen eine Gentrifizierung stattfindet, ist allerdings bereits seit einiger Zeit feststellbar. Der Ausländeranteil nimmt im Quartier seit Jahren ab. Dies stellt man in allen aufgewerteten Trendquartieren fest. In all diesen Quartieren ist die Ausländerquote im Vergleich zu 1993 gesunken, am stärksten in den Quartieren Gewerbeschule, Escher Wyss und Langstrasse. Ausländer, unter ihnen
vor allem solche aus nicht EU-Ländern, sind in die Randquartiere ausgewichen.
In Wipkingen ist der Ausländeranteil seit 1993 um 15 Prozent gesunken. Dies wirkt sich erwartungsgemäss auch auf die Schulen aus, wie Statistiken zeigen. Es gibt immer weniger fremdsprachige Kinder und eher mehr gut situierte Familie.

Zirka 50 Prozent ans Gymnasium
Der Prozentsatz Ausländerkinder ist in den Schulen in Wipkingen den letzten Jahren kontinuierlich von über 30 Prozent auf teilweise unter 20 Prozent gesunken. Dadurch hat beispielsweise die Schule Nordstrasse, die lange eine Quims-Schule (Qualität in multikulturellen Schulen) war, ihre Berechtigung für das Förderprogramm verloren. Durch den gesunkenen Sozialindex erhalten die Schulhäuser auch weniger Ressourcen, sodass mehr Kinder auf weniger Lehrpersonen aufgeteilt werden müssen.

Im Schulhaus Waidhalde – ein Unter-, Mittel- und Oberstufenschulhaus – ist dieser Trend seit ein paar Jahren ebenfalls feststellbar. Es gibt immer weniger Kinder von Migranten in der Schule. Das wirkt sich offensichtlich auf die Übertrittsquote ins Gymnasium aus. So sind in diesem Jahr zirka 50 Prozent der Schüler ins Gymnasium übergetreten, wie Ernst Hüsler, Co-Schulleiter, auf Anfrage festhält.



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