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12.09.2018 Von: David Herter

Züriberg

Witikon zählt auf ein Ja des Stadtrats zur Dreifachhalle


Der Gemeinderat verlangte mit 117:1 Stimme die Kombination von Garderobenersatz und Hallenneubau. Foto: David Herter

Die Turnhallen in Witikon sind platschvoll. Ob die Sportvereine mehr Platz erhalten, entscheidet der Stadtrat demnächst.

Am Beispiel Turnverein Witikon lässt sich der Bedarf nach einer Dreifachturnhalle leicht aufzeigen. Seit 2014 habe sich die Zahl der Handball spielenden Kinder und Jugendlichen auf 120 verdoppelt, sagt TVW-Präsident Jürg Rauser. Für die Trainings reichen die Hallen im Quartier längst nicht mehr. Juniorinnen und Junioren müssen nach Schwamendingen, Affoltern und in Nachbargemeinden fahren.
Einschränkend wirkt sich der Hallenmangel auch auf den Fussballclub Witikon und den Frauenfussballclub Südost aus. Die beiden Vereine ermöglichen 450 jungen Fussballerinnen und Fussballern eine sportliche Betätigung. Im Winter stehe dafür auf der Sportanlage Looren lediglich ein Kunstrasenplatz und ein beleuchteter Rasenplatz zur Verfügung, sagt FFC-Präsidentin Isabelle Bauert. Die Fussballvereine sind deshalb ab September auf Platz in Turnhallen angewiesen. Doch davon gibt es in Witikon nicht genug.

Leichtathletiktraining gestrichen
Der Leichtathletik Club Turicum musste wegen des Hallenmangels sogar ein Training streichen. Die Schule benötigt die Halle neu für den eigenen Turnunterricht. Ab den Herbstferien könne der LTC den freiwilligen Schulsport für 20 Kinder mit Jahrgang 2010 deshalb nicht mehr anbieten, sagt Nachwuchstrainer Daniel Wassmer. «Ganz zu schweigen von den vielen Anfragen von jüngeren Kindern, welche wir von vornherein ablehnen müssen, da wir schlichtweg keinen Platz haben.» Aktuell trainiert der LCT 100 Kinder und Jugendliche.
Für die Zukunft rechnen die Witiker Vereine mit einer noch grösseren Nachfrage. Diese Annahmen decken sich mit den Prognosen der Stadt, die bis 2035 von einer deutlichen Zunahme der Bevölkerung und der Jugendlichen unter 20 Jahren in Witikon ausgeht. Heute sind im Quartier rund 1900 Kinder und Jugendliche zu Hause. In 15 Jahren werden es laut Szenarien des Präsidialdepartements 2600 Kinder und Jugendliche sein.
«Früher oder später muss die Stadt in Witikon sowieso eine grosse Halle bauen», sagt Urs Egger. Der FDP-Gemeinderat hat vor zwei Jahren zusammen mit Anjushka Früh (SP) und acht Mitunterzeichnenden mittels Motion den Bau einer Dreifachturnhalle in Witikon gefordert. Dies in Kombination mit der Neugestaltung der Sportanlage Looren und dem Ersatz des Garderobengebäudes, die für 2022 geplant sind. «Die Kombination in einem einzigen Gebäude wäre günstiger als der Bau zweier Gebäude », sagt Egger. Für ihn ist der Fall klar. «Nimmt der Stadtrat die vom Gemeinderat mit 117:1 Stimmen unterstützte Motion ernst, muss er die Halle oben auf die Prioritätenliste setzten.»

Mehr Turnhallen auch für Schüler
«Der Stadtrat muss jetzt vorwärtsmachen », sagt Mit-Motionärin Früh. Der Bedarf nach einer Dreifachturnhalle sei gut aufgezeigt worden. Die Zahl der Schulklassen in Witikon werde bis 2030 auf über 30 steigen. Um so viele Schülerinnen und Schüler zu unterrichten, reichten die bestehenden Turnhallen nicht aus. Gründe, mit denen der Stadtrat ein Nicht-Umsetzen der Motion begründen könnte, fallen Früh keine ein. «Wenn es solche gibt, dann bin ich sehr gespannt darauf.»
Bis im November muss der Stadtrat dem Gemeinderat mitteilen, wie er die Motion zur Dreifachhalle umsetzen will. Die Weisung sei bei Immobilien Stadt Zürich in Arbeit, sagt Matthias Wyssmann, Leiter Kommunikation im Hochbaudepartement. Ob, wann und wie der Stadtrat die Dreifachturnhalle bauen will, darf er nicht verraten. Die Weisung werde dem Gemeinderat aber fristgerecht überwiesen, verspricht Wyssmann. Spätestens im November müssten die Witiker demnach wissen, woran sie sind.



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