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10.10.2018 Von: David Herter

Züriberg

Mehr Licht und Farbe und ein schönerer Spielplatz


Im Tunnel Altenhofstrasse sind die Lampen schon geputzt: Den Kindern war der Durchgang zu dunkel. Foto: Pascal Wiederkehr

Sofort – oder etwas später: Kürzlich hat die Stadt mitgeteilt, ob und wann sie die Wünsche der Kinder aus der Siedlung Tiefenbrunnen erfüllen kann und will.

Wo es Kindern gefällt, ist es auch älteren Menschen wohl. So lässt sich der Grundsatz zusammenfassen, an dem sich das Projekt Metamorphosis orientiert. Mit dem Projekt soll die Aufenthaltsqualität in Quartieren und Siedlungen verbessert werden. Mittels einfacher Massnahmen will die Stadt graue Strassen in grüne Oasen verwandeln mit Platz zum Spielen und Bänken als Treffpunkte.
Gemäss dem eingangs erwähnten Grundsatz schickte die Stadt unter anderem in der städtischen Siedlung Tiefenbrunnen Kinder los, um sich ihre Umgebung genau anzuschauen. Die Kinder erfassten, was ihnen im Quartier gefällt und wo sie Mängel sehen. Die Liste mit ihren Eindrücken – Quartieranalyse genannt – übergaben die Kinder der Stadt. Diese prüfte, welche Vorschläge sich schneller umsetzen lassen und über welche erst später entschieden werden kann. Die Antworten präsentierte Rupert Wimmer, Geschäftsbereichsleiter Verkehr und Stadtraum, den Kindern und den anderen Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers kürzlich anlässlich eines Strassenfests in der Wildbachstrasse.

Grünphasen und Übergänge
Einfach erfüllen liess sich der Wunsch der Kinder nach einer besseren Beleuchtung des Tunnels Altenhofstrasse auf dem Weg ins Schulhaus Kartaus. Die Kinder nahmen den Tunnel als dunkel wahr und unangenehm zu begehen. Die Stadt hat daraufhin die Lampen in der Unterführung geputzt und einige ausgewechselt. Im kommenden Jahr sollen die Kinder den Tunnel zudem bemalen dürfen. Ein wenig länger dauert die Umprogrammierung der Lichtsignale am Knoten Bellerive- und Dufourstrasse. Hier ist den Kindern die Grünphase zu kurz. Sie sahen ausserdem Bedarf für einen zweiten Fussgängerübergang über die Bellerivestrasse, am liebsten auf Höhe der Horneggstrasse. Beide Vorschläge will die Stadt prüfen. Die Anregungen sollen in eine Verkehrsstudie zum Projekt Bellerivestrasse einfliessen. Allenfalls lasse sich der Wunsch nach einem zusätzlichen Übergang auch früher umsetzen, sagt die Stadt.
Weitere Anliegen aus dem Quartier hat die Stadt intern umgeleitet: die gesammelten Unterschriften für eine Begegnungszone Wildbachstrasse an die Dienstabteilung Verkehr, die Forderung nach mehr Spielmöglichkeiten und einer Neugestaltung des Spielplatzes der Siedlung Tiefenbrunnen an die Liegenschaftenverwaltung und an Grün Stadt Zürich. Konkrete Antworten dazu stehen aus.
Eine andere Aufgabe hat die Stadt bereits abhaken können: die «Piazza Pop-up» genannte Ausstattung der Wildbachstrasse mit Bänken und Pflanzkisten. Die Aktion stiess im Quartier aber nicht bloss auf Gegenliebe – und sie ist nicht von Dauer. Bänke und Kisten sollen im Herbst 2019 wieder abgeräumt werden.

Zusammen mit EU-Städten
An dem von der EU lancierten Projekt Metamorphosis beteiligt sich neben der Stadt Zürich unter anderem München, Meran und Southampton. Im Rahmen des Projektes will die Stadt bis September 2019 in den Siedlung Tiefenbrunnen und Bändli in Altstetten Massnahmen umsetzen, um die Siedlungen und das umliegende Quartier kinderfreundlicher zu gestalten, eine «stadtgerechte» Mobilität zu fördern und die Nachbarschaftsbeziehungen zu stärken.



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