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10.10.2018 Von: Andreas J. Minor

Züriberg

Nach harscher Kritik gleist die Stadt ihr Projekt Bellerivestrasse neu auf


So stellte sich die Stadt Zürich die neue Bellerivestrasse vor. Bild: zvg.

Zurück auf Feld 1: Eigentlich hätte die Bellerivestrasse schon unter Stadtrat Martin Waser saniert werden sollen. Doch das Vorhaben wurde immer wieder verschoben. Nun gleist sie Stadtrat Richard Wolff von Grund auf neu auf.

«Gegen die Pläne für die Sanierung der Bellerivestrasse sind diverse Einsprachen, Anträge aus der Bevölkerung und Vorstösse aus dem Gemeinderat eingegangen. Da die Ansprüche zum Teil weit auseinander liegen, wird die Oberflächengestaltung unterbrochen und neu ausgearbeitet», teilt das Tiefbauamt der Stadt Zürich im Communiqué von Montag mit.
Das Projekt Bellerivestrasse war vom 30. Juni bis 31. Juli 2017 öffentlich aufgelegt worden. Die Reaktionen waren bei bürgerlichen sowie linken Politikern alles andere als begeistert. Auch Private waren nicht erfreut: Gegen die städtischen Planungen sind mehrere Einsprachen eingegangen. Das war zu viel, um das Projekt durchzudrücken. Nun zieht die Stadt Zürich die einzig mögliche Konsequenz: Sie startet neu. Doch auch jetzt ist die Ausgangssituation nicht leichter als vor ein paar Jahren: Anträge aus dem Seefeld fordern durchgehende Velostreifen, andere einen Spurabbau, wieder andere sogar Temporeduktionen, was hingegen der Kanton Zürich ablehnt.

Grünes Licht für Pilotversuch
Eine Motion aus dem Gemeinderat fordert einen Versuch mit drei Spuren und flexiblem Richtungswechselbetrieb auf der mittleren Spur. Die mittlere Spur soll morgens stadteinwärts und abends stadtauswärts führen. «Die Verringerung von vier auf drei Spuren würde Platz für Velostreifen schaffen», schreibt die Stadt Zürich. Dies soll mit einem dreijährigen Pilotversuch getestet werden. Wann der Versuch startet, ist nach Angaben der Stadt jedoch völlig offen. Auch die Kosten sind unklar, wie auf Anfrage Mediensprecherin Sabina Mächler ausführte. Das Tiefbauamt wird einen neuen Projektierungskredit beantragen. «Die Sache ist verfahren. Die Wünsche der Quartierbevölkerung und der umliegenden Gemeinden gehen weit auseinander. Wir können die unterschiedlichen Ansprüche zurzeit nicht unter einen Hut bringen», sagt Stadtingenieur Vilmar Krähenbühl.

Tempo 30 oder 40?
Zur Prüfung der Machbarkeit und für ein Verkehrsgutachten hat das Tiefbauamt eine Studie in Auftrag gegeben. «Wir prüfen Varianten mit zwei, drei und vier Fahrspuren und bei drei Fahrspuren mit und ohne Richtungswechselbetrieb. Diese Varianten werden auf der ganzen Strecke zwischen Bellevue und Tiefenbrunnen sowie auf Teilstrecken geprüft», so Mächler. Weiter werde ein Wechsel auf Tempo 30 oder Tempo 40 untersucht. Sollte im neuen Projekt dann die Fahrbahn anders aufgeteilt sein, müssen die Pläne nochmals öffentlich aufgelegt werden. Dieser Prozess verzögere den ursprünglich geplanten Baustart auf unbestimmte Zeit. Da die Leitungen in der Bellerivestrasse in schlechtem Zustand sind, muss das Tiefbauamt bereits jetzt Reparaturen ausführen.



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