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01.11.2018 Von: Annina Just

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

Feuerwehr Küsnacht soll eine neue Heimat erhalten


So könnte das neue Feuerwehrgebäude ab 2022 aussehen. Visualisierung: «moos. giuliani. herrmann. architekten.»

Das Küsnachter Feuerwehrgebäude aus dem Jahr 1936 entspricht nicht mehr den Anforderungen und soll ersetzt werden.

Die Liste der Mängel ist lang: Zu wenig Platz rund um den Fuhrpark und auf dem Vorplatz, ein zu kleiner Theorieraum, enge und glitschige Treppen, die vor allem bei Benützung in Vollmontur ein Risiko darstellen. Keine getrennten Garderoben, Duschen und Toiletten, obwohl mittlerweile fünf Frauen der Küsnachter Feuerwehr angehören. Die Einsatzzentrale im Untergeschoss, wodurch der Einsatzleiter keine Sicht und Kontrolle über die ausrückenden Fahrzeuge hat. Zwei getrennte Fahrzeughallen, die für ungünstige Wege vom Umziehen zu den Fahrzeugen sorgen, zu wenig Platz für die Inbetriebnahme des Atemschutzes, kein Lift. Und zu guter Letzt eine enge und schwierige Ausfahrt aus der Dependance. Dies sind die Erschwernisse, die Kommandant Thomas Bürgin auf die Schnelle aufzuzählen weiss. Doch damit soll 2022 Schluss sein, dann wird den Küsnachter Feuerwehrleuten ein modernes und neues Depot zur Verfügung stehen – vorausgesetzt, die Bevölkerung stimmt Anfang Dezember dem Projektierungskredit über 590 000 Franken zu und nimmt im Frühling 2020 an der Urne den Ausführungskredit für ein neues Feuerwehrgebäude an. Gemäss heutiger Schätzung soll der Bau rund 7,2 Millionen Franken kosten. Bereits im April 2016 hat der Gemeinderat einen Kredit über 100 000 Franken für die Ausarbeitung eines Vorprojekts bewilligt. 2017 wurde für 200 000 Franken ein Wettbewerb durchgeführt, um einen geeigneten Generalplaner zu finden.

Feuerwehr in Planung einbezogen
Von 15 eingereichten Bewerbungen will der Gemeinderat nun das Projekt «VIGILE(S)» von «moos giuliani herrmann architekten» in Andelfingen weiterverfolgen. Wie es in der Weisung zur Gemeindeversammlung heisst, überzeuge es aufgrund seiner intelligenten Anordnung und der optimalen Organisation des Feuerwehrbetriebs. Das Projekt «VIGILE(S)» besteht aus einem winkelförmigen Baukörper. Im Erdgeschoss sind Fahrzeughalle, Waschbox, Einsatzzentrale und Garderoben untergebracht. Das Untergeschoss beherbergt Infrastruktur- sowie Lagerräume und im Zwischengeschoss befinden sich die Büros für das Feuerwehrkommando sowie ein Theorieraum. Zusätzlich sind im Obergeschoss zwei 4,5-Zimmer-Wohnungen und im Untergeschoss eine Tiefgarage für 24 Fahrzeuge vorgesehen. Der Neubau soll am gleichen Standort entstehen und die Liegenschaften 137 und 139 ersetzen. Ersteres ist heute ein befristet vermietetes Wohnhaus, Letzteres das aktuelle Feuerwehrdepot. Die Dependance an der alten Landstrasse 143a und b würde während des Baus mit minimalstem Equipment als Ersatzstandort dienen. Was danach mit diesem Gebäude geschieht, ist gemäss Gemeindeschreiberin Catrina Erb Pola noch nicht klar. Auch nicht vertieft geprüft wurde das Szenario einer allfälligen Ablehnung des Projekts. Es sei davon auszugehen, dass eine werterhaltende Sanierung des über 80-jährigen Gebäudes einerseits teurer ausfallen würde als ein Neubau und danach «die operativen Bedürfnisse nur suboptimal abgedeckt werden könnten», so die Gemeindeschreiberin.
Bei der Planung des Neubaus wurden Vertreter der Feuerwehr von Beginn weg mit einbezogen. Ein Angehöriger der Feuerwehr, der von Beruf Architekt ist, wird die Seite der Feuerwehr weiterhin im Komitee vertreten. «Das ist ein echter Gewinn für uns», lobt Kommandant Bürgin.



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