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08.11.2018 Von: Toni Spitale

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

«Wachsam» passt ganz gut für ein Feuerwehrgebäude


Gemeinderat Ueli Schlumpf stellte die beiden Geschäfte vor. Foto: T. Spitale

Ein neues Dach für die Feuerwehr und 25 Franken pro Einwohner für mehr Energieeffizienz. Am zweiten politischen Themenabend in diesem Jahr gab es nur wenige Fragen.

Gemeindepräsident Markus Ernst eröffnete am Montag den Anlass im Saal des reformierten Kirchgemeindehauses mit der Bemerkung, dass im Jahr zuvor an dieser Stelle die Einheitsgemeinde «zum Teil ziemlich kontrovers» diskutiert worden sei. Seit dem 1. Juli ist die Einheitsgemeinde nun Tatsache. Ernsts erstes Fazit fällt positiv aus: «Es macht Freude und es läuft relativ gut», wie er gegenüber den für einmal eher spärlich erschienenen Küsnachterinnen und Küsnachtern bestätigte. Der Abend gehörte danach ganz Ueli Schlumpf, dem Vorsteher Liegenschaften, der die beiden Gemeindeversammlungsgeschäfte präsentierte, zuerst den Projektierungskredit von 590 000 Franken für ein neues Feuerwehrgebäude und nachfolgend die Kreditbewilligung für das Programm Energie Küsnacht 2019–2021.

Provisorium an alter Landstrasse
Auf dem Areal des heute ältesten Feuerwehrgebäudes im Kanton Zürich (Baujahr 1936) soll bis 2022 ein zweigeschossiger Neubau entstehen, der den Steuerzahler voraussichtlich maximal 9 Millionen Franken kosten dürfte. 15 Generalplanerteams hatten sich um den Auftrag beworben.
Das Beurteilungsgremium entschied sich für das Projekt «Vigile», was auf Deutsch so gut wie «wachsam » heisst. Der Titel passe ganz gut für ein Feuerwehrgebäude, meinte Schlumpf. Ausserdem hätten die Wettbewerbsgewinner den zur Verfügung stehenden Platz optimal ausgenützt und das Objekt füge sich auch dementsprechend ins Ortsbild ein. Während der Bauarbeiten, die nach Zeitplan des Gemeinderates ab Mitte 2020 beginnen sollen, wird die Feuerwehr ihren Auftrag aus einem Provisorium an der alten Landstrasse wahrnehmen.
Ein Vertreter des Verschönerungs- und Naturschutzvereins wollte wissen, ob die angrenzende Zwingliwiese durch das Projekt allenfalls beeinträchtigt werde. Schlumpf konnte diese Bedenken aus dem Weg räumen: «Wir sind uns bewusst, dass die Zwingliwiese in Küsnacht eine heilige Wiese ist.» Eine grundsätzliche Tangierung der Wiese schloss der Referent demnach aus. Ein anderer Bürger fragte sich, ob es an dieser zentralen Stelle im Ort nicht sinnvoll wäre, gleich ein mehrstöckiges Gebäude mit zusätzlichem Raum für Wohnungen und Gewerbe hinzustellen. Schlumpf wies darauf hin, dass bei Objekten in der Zone für öffentliche Bauten keine Fremdvermietung möglich ist. Die momentan vorgesehenen, Wohnungen würden für feuerwehrrespektive gemeindeinterne Zwecke verwendet.

40 Ölheizungen weniger
Nicht viel Energie benötigte Schlumpf auch beim zweiten Geschäft, das er in seiner Funktion als Präsident der Energie- und Naturschutzkommission erläuterte. Von 2019 bis 2021 will der Gemeinderat knapp über eine Million Franken aufwenden, um den CO2-Austoss um jährlich 1000 Tonnen zu reduzieren, den Gasverbrauch ab 2020 einfrieren zu können, die Anzahl der Ölheizungen um 40 pro Jahr zu senken und um im Gegenzug die erneuerbare Stromproduktion um 200 MWh zu erhöhen.
Aktuell wendet Küsnacht für Energieeffizienzmassnahmen 28.60 Franken pro Jahr und Kopf auf, ab nächstem Jahr werden es noch 25 Franken sein.



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