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21.11.2018 Von: Karin Steiner

Zürich Nord

«Gammelhaus» sorgt für Unmut


Der liegengelassene Müll vor dem Haus war das jüngste Ärgernis. Foto: zvg.

Im beschaulichen Oerliker Allenmoos-Quartier sorgt seit bald fünf Jahren ein «Gammelhaus» für Ärger bei den Anwohnern. Müll vor dem Haus, Drogensüchtige vor den Eingängen und Polizeieinsätze wegen Gewaltdelikten gehören zur Tagesordnung.

Das Allenmoos-Quartier ist ein ruhiges Wohnquartier an schönster Lange in Oerlikon. Doch seit vor bald fünf Jahren das Haus an der Berninastrasse 89 verkauft und in Stockwerkeigentum aufgeteilt wurde, ist es mit dem Frieden vorbei. «Die Wohnungen werden seither als möblierte Zimmer vermietet, teilweise an Personen, die am Rand unserer Gesellschaft leben», sagt Peter Jegen, einer der Anwohner, der vergebens gegen die Missstände ankämpft. «Diese Konstellation ist brisant. Polizeieinsätze, die wir im Allenmoos-Quartier bisher kaum kannten, wurden zur Regelmässigkeit. Es ging um Drogenhandel, Gewalt, Lärm.»

Lange Liste strafbarer Ereignisse
Raffaello Masciadri, der mit seiner Firma Masciadri Immobilien einen der Stockwerkeigentümer in der Liegenschaft an der Berninastrasse 89 vertritt und dessen Wohnung verwaltet, kennt die Lage nur zu gut. Er hat die strafbaren Ereignisse regelmässig protokolliert, und seine Liste ist lang. Sie reicht von der Demolierung der Hauseingangstür durch einen Mieter und die Zerstörung der Briefkastenanlage durch den wütenden Freund einer Mieterin über diverse Einbrüche in die Kellerabteile mit Diebstahl und Zerstörung, Verdacht auf Drogenhandel bis zu starken Lärmemissionen mit Polizeieinsatz und vieles mehr. Immer wieder kommt es auch vor, dass Drogensüchtige und Obdachlose in den Keller einbrechen und sich dort eine Schlafstelle einrichten. Jüngster Stein des Anstosses: Zwei Wochen lang lag Schutt und Müll vor dem Haus. «Da der Schutt auf privatem Grund lagerte, holte Entsorgung und Recycling Zürich ihn nicht ab», so Peter Jegen. «Als bekannt wurde, dass ‹Zürich Nord› einen Artikel über das ‹Gammelhaus› schreibt, wurde der Müll jedoch schleunigst entfernt.»

Die meisten Stockwerkeigentümer haben ihre Objekte Immobilienfirmen zur Verwaltung übergeben. Die Liegenschaft an der Berninastrasse 89 wird zu einem grossen Teil durch eine Firma mit einer sehr verworrenen Firmengeschichte kontrolliert. Ständige Namensänderungen, Löschungen im Handelsregister und Übernahmen durch andere Firmen prägen deren Werdegang. So ist es schwierig, die richtigen Ansprechpersonen zu finden. Auf die Anfrage von «Zürich Nord» hat bisher jedenfalls noch niemand Stellung bezogen.

Auch Raffaello Masciadri ist ständig bemüht, die Zustände in der Liegenschaft zu verbessern, bisher jedoch ohne Erfolg. «Die hauptsächlich verursachende Eigentümerpartei beteuert seit Jahren, dass sie die Missstände in ihren Mietobjekten beheben werde. Geschehen ist nichts!», schreibt er auf Anfrage.



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