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21.11.2018
Zürich Nord

Lokale Kunstauftritte von Affoltern bis Unterstrass


Jürg Allgaier stellt im KuBaA in Affoltern aus. Foto: zvg.

Nach sieben Jahren Pause legt die frühere «Unjurierte» einen Neustart hin. Und zwar einen fulminanten: «Kunst: Szene Zürich» lädt an insgesamt 27 Gastorten zu einem Einblick ins lokale Kunstschaffen. 

Sie arbeiten mit Form, Farbe, Raum und Zeit, zeigen Bilder, Fotos, Skulpturen, Performances, Videos, wühlen in Gendersymbolen, fabrizieren Mahnmale, zerschneiden Einkaufstaschen, geben sich sinnenfroh oder verfolgen geometrische Perfektion, zeigen die Kunst in der Natur oder jene, die der Mensch sich auf den Körper malt, feiern die Schönheit oder den Zerfall: Insgesamt rund 260 Zürcher Kunstschaffende machen an der Ausstellung «Kunst: Szene Zürich 2018» mit. Unter ihnen auch bekanntere Namen wie Müller-Emil, Andrea Muheim, Pascal Häusermann, Pia und Jürg Allgaier, Aldo Mozzini, Rosina Kuhn, Hennric Jokeit. Wie früher sind ihre Werke unjuriert. Das Projektteam von Kultur Stadt Zürich hat hingegen bestimmt, wer wo ausstellt.

Austausch und Vernetzung
«Kunst: Szene Zürich» spielt sich mit Ausstellungen und Veranstaltungen an 27 Gastorten von Affoltern über Unterstrass bis Wollishofen ab. Dazu gehören bekannte Institutionen wie die Kunsthalle, wo unter anderem die Kunstbuchmesse «Volumes» stattfindet, oder das Helmhaus, wo am 29. November eine Ausstellung mit Kunstankäufen der Stadt Zürich 2011–2018 gezeigt wird. Zu den Gastgebern gehören neben institutionellen auch unkonventionellere Kunsträume – ob Offspaces, Gemeinschaftszentren, Ateliergemeinschaften oder Ausbildungsstätten wie die Schule F+F, die unter dem Titel «Hosting not Ghosting» das vielschichtige Quartier in ihrem Umfeld thematisiert.

Erklärtes Ziel der Ausstellung ist es, den Austausch und die Vernetzung zwischen den verschiedenen Akteuren, Szenen, Kunstschaffenden, Vermittelnden und dem Publikum in der Stadt zu fördern. Denn oft wissen die verschiedenen Szenen nicht viel voneinander oder sind nur einem kleinen Kreis bekannt.

Ganz in diesem Sinn richtet Visarte Zürich, der Berufsverband für visuelle Kunst, in der «Ambossrampe» (Kreis 5) einen zentralen Treffpunkt ein. Nach der offiziellen Eröffnung mit Peter Haerle und Barbara Basting von Kultur Stadt Zürich sowie einer grossen Eröffnungsparty finden hier die ganze Woche über Diskussionen, Workshops, «Stundengalerien» und Filmvorführungen statt.

Kunstschaffen professionalisiert
Vermittlungs- und Veranstaltungsangebote sind generell ein wichtiger Teil des neuen Ausstellungsformats. In deren Zentrum steht die Frage, wie es heute, angesichts beträchtlicher Umwälzungen im Kunstbetrieb, um die lokale Kunst bestellt ist. So sind etwa die Produktionsbedingungen für Kunstschaffende viel schwieriger geworden. Zudem sehen sich in einem globalisierten Kunstmarkt viele lokale Akteure mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Gemäss Barbara Basting vom Projektteam geht es dabei auch um grundsätzliche Fragen zum Verhältnis von professionellem und angeblich «laienhaftem» Kunstschaffen. So habe sich das Verhältnis von Laien und Profis seit den 70er Jahren deutlich in Richtung einer Professionalisierung verschoben. (mai.)

Freitag, 23. November, bis Sonntag, 2. Dezember. Ausstellungs-/Veranstaltungsprogramm: www.kunstszenezuerich.ch



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