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22.11.2018 Von: Toni Spitale

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

Sport regierte am Wochenende die Forch


Die Damen repräsentierten Motto und Logo des jungen Staates. Foto: Toni Spitale

Der Turnverein gründete am Wochenende die «Republik Forch» und bewies seinem Publikum, dass der junge, sportorientierte Staat zu allem fähig ist.

«Es wird auch dieses Jahr wieder ein ganz lustiger Abend», meinte Hanspeter Egli, Präsident des TV Forch, kurz vor Beginn des traditionellen Chränzli im Limberg-Saal. Und er hatte nicht zu viel versprochen: Unter dem Motto «Republik Forch» taten die Gastgeber so, als wären sie ein eigener Staat, und nahmen ganz reelle Staatsgebilde auf die Schippe. Der TV-Präsident als elitärer Vater der «alten Forch» hatte lediglich einen ganz kurzen Auftritt. Während einer Rede an die Nation, in welcher er das einfache Bauernvolk verachtete, wurde er zuerst ausgebuht und dann im wahrsten Sinne des Wortes von der Bühne weggeputscht.

Verteidigung mit 20 Traktoren
Patrick Hardmeier tat sich in der Folge als Revolutionsführer hervor und bildete gemeinsam mit seinen Helferinnen und Helfern – den Mitgliedern des Turnvereins auf der Bühne und den Schauspielern des Laientheaters Limberg in der Küche – die neue Republik: «Der Turnverein regiert so lang, bis die Regierung gewählt ist», lautete das Motto. Aber auch: «In der neuen Republik wird das Volk nicht regiert, sondern hier regiert das Volk.» Mit Stolz präsentierte er die verschiedenen Landesregionen mit dem Schulhaus Limberg als Regierungszentrale, dem Land Kaltenstein als «Kornkammer» der Republik, dem dortigen Parkplatz als Handelsplatz, dem Teilstaat Wangen als Brennstofflager, der neuen Forch mit der «Forch-Republik-Bahn» als Verkehrsanbindung ins Ausland und der Schmalzgrueb im Westen des Landes als Country-Mekka der Republik. Und um die eigene Unabhängigkeit zu verteidigen, zum Beispiel gegen den «armen Nachbarstaat Küsnacht», würden jederzeit 106 Wehrmänner, ein Feuerwehrauto und 20 Traktoren zur Verfügung stehen. Auch eine Lektion in Sachen Politik und einen eigenen, kleinen Wahlkampf wurde dem Publikum geboten.
Das Motto des Abends zog sich auch durch die Darbietungen der verschiedenen Untergruppen: Die Jugi klein zog mit Schläuchen im Schlepptau und verkleidet als Feuerwehrmänner- und -frauen auf die Bühne, während die Jugi gross in Trainerhosen mit Kapuzenjacken die Dorfjugend mimte.
Zu revolutionärer Musik bewegten sich die Geräteturnerinnen aus Zumikon im Takt, und das Kinderturnen repräsentierte Forchs Fauna. Die Damen des Turnvereins reckten sich am Barren so, dass man aus den Figuren die Flamme des Wehrmännerdenkmals zu erkennen glaubte. Die beiden Mixed-Teams stellten sich dem Publikum in einem Wahlkampf, bei dem es ganz auf die turnerische Leistung ankam.
Die Revolution schien geglückt: Nach zwei Stunden zollte das zahlreich erschienene Volk seiner sportichen Regierung ganz viel Applaus.



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