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09.01.2019 Von: Gian-Andri Baumgartner

Zürich 2

Bunte Gruppe probt für vielfältiges Stück


Das Generationentheater Kreis 2 steckt in den Proben für seine Aufführung im kommenden Juni. Auch mit einfachen Hilfsmitteln lässt sich eine Szene spielen. Foto: Gian-Andri Baumgartner

Die Arbeit des Generationentheaters Kreis 2 wird allmählich konkreter: Das Thema scheint abgemacht. Raum für Improvisationen bleibt dennoch.

Ein Schiffsunglück, zahlreiche Menschen, die daraufhin auf einer unbewohnten Insel zusammentreffen, sich in einer Krisensituation wiederfinden und verschieden darauf reagieren: Etwa so könnte die Handlung aussehen, wenn das Generationentheater Kreis 2 im nächsten Juni sein selbst erarbeitetes Stück aufführt.

Das vorläufige Motto der Produktion ist dabei «Gestrandet»: «Diese Thematik gibt sehr viel her: Auf der einen Seite spielen persönliche Eindrücke und Gefühle eine grosse Rolle, zum anderen bietet es viel Stoff für einen zwischenmenschlichen Austausch und Beziehungen, auch zwischen den Generationen», sagt Hansueli Schürer, der das Generationentheater leitet und dessen Regie übernimmt. Er sei aber offen für andere Ideen, das Oberthema der Aufführung könnte sich also noch ändern. Nach Schürers Vorstellung soll das Stück während und durch das Proben entstehen, weshalb er das Thema des Theaters absichtlich sehr vage formuliert. Den Schauspielerinnen und Schauspielern werden so viele Freiheiten zum Improvisieren gelassen. So sollen Umsetzungsideen entstehen und das Theaterverständnis und -können der Spielenden verbessert werden.

Grosse Fantasie
Diese Vorgehensweise scheint zu funktionieren. Nachdem Schürer die grosse Gruppe in vier Teams aufgeteilt und ihnen die Ausgangssituation ihrer kurzen Szene beschrieben hat, erhält jede Gruppe etwa 30 Minuten Planungszeit. Dass in dieser doch relativ kurzen Zeitspanne kreative Ideen entstehen können, zeigt sich an den anschliessenden kurzen Auftritten: Die Szenen enthalten kreative und nicht alltägliche Elemente, die von den Spielenden fantasievoll wiedergegeben werden. Wenn die gefundene Leiche sich wegen ihrer Uhr als Präsidententochter entpuppt oder die Meeresbiologin ihre Wunden nicht mit Algen behandeln lassen will und darüber lautstark mit ihrem Freund, einem Kleiderverkäufer ohne Ahnung von Meerespflanzen, streitet, kommt bei einem als Zuschauer eine gewisse Bewunderung für die Ideen und deren Umsetzung auf. Man erkennt, dass auf diese Weise tatsächlich ein spannendes und witziges Stück entstehen kann.

Gemäss Schürer ist die Stimmung in der Gruppe trotz der heterogenen Zusammensetzung sehr gut: «Der Jüngste ist zwölf Jahre alt, die Ältesten knapp über 60. Trotzdem gibt es wenig Reibungen, höchstens Witze über die anderen Generationen. Diese sind aber immer gut gemeint, es wird viel gelacht. Es macht Spass mit der Gruppe», betont Schürer, der als Autor, Regisseur und Leiter der Theatergruppe Theaterspagat viel Erfahrung in diesem Bereich mitbringt und diese mit Ratschlägen an die Spielenden weitergibt.

Das Generationentheater ist ein Projekt der reformierten Kirchen im Kreis 2, die damit ein Angebot im Quartier schaffen wollten. Dieses stösst auf Anklang: Seit der ersten Probe im September hat sich die Zahl der Teilnehmer verdoppelt, bei jeder Probe sind neue Gesichter dazugestossen. Heute sind es etwa 15 Personen. Das freut Schürer natürlich: «Gerade die Anzahl an Jugendlichen hat zugenommen, womit wir nun eine gute Durchmischung der Altersgruppen haben. Wir sind wirklich ein Generationentheater.»

Unterdessen steht auch das Datum der Aufführung, dem Ziel des Generationentheaters. Sie soll dieses Jahr Ende Juni stattfinden. Auch über die Aufführungsorte wurde schon diskutiert, Möglichkeiten wären die Kirche Auf der Egg oder der Bühnensaal am Hauriweg. Obwohl das Ziel bekannt ist und die Arbeit damit ab jetzt wohl zielgerichteter werden dürfte, ist das Generationentheater nach wie vor offen für Neueinsteiger, zumindest bis Ende Januar. Schürer meint: «Die eine oder andere Person könnten wir noch gebrauchen. Sie muss keine Theatererfahrung mitbringen, nur Freude an der Schauspielerei. Je mehr Leute, desto grösser die Durchmischung und desto vielfältiger wird das aufgeführte Stück am Ende.»



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