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06.02.2019 Von: Karin Steiner

Zürich Nord

Ein Fitnesstraining für das Hirn


Die Gedächtnistrainerinnen Silvia Hamburger (l.) und Dorothee Stahel. Foto: zvg.

Einmal im Monat bietet die Reformierte Kirchgemeinde Oerlikon Gedächtnistrainings für Seniorinnen und Senioren an. Geleitet werden sie von diplomierten Gedächtnistrainerinnen.

Viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich an diesem Mittwochmorgen im reformierten Kirchgemeindehaus einfinden, kennen sich schon, weil sie regelmässig zum Gedächtnistraining kommen, andere wiederum sind neu und werden herzlich in der Runde aufgenommen. Allfällige Ängste werden ihnen von der diplomierten Gedächtnistrainerin Silvia Hamburger gleich genommen: «Wichtig ist nicht, dass ihr etwas könnt, sondern dass ihr euer Hirn trainiert.» Mit ein paar Fakten versetzt sie die Anwesenden in Staunen. Das Hirn wiegt nur zwei Prozent des Körpergewichts, verbraucht aber 20 Prozent der Körperenergie. Im Hirn hat es 100 Milliarden Zellen, sogenannte Neuronen, und jedes Neuron kann 10 000 bis 20 000 Verbindungen (Synapsen) herstellen. «Die geistige Leistung entsteht aus diesen Verbindungen, nicht aus der Anzahl Neuronen», so Silvia Hamburger. «Durch geistiges Training können sich die Verbindungen auch im Alter vermehren.»

Gestärkt durch dieses Wissen, machten sich die Teilnehmenden an die Arbeit. Zuerst galt es, mit einem Bilderrätsel das Thema der heutigen Lektion zu ermitteln. Es lautete: Traditionen der Schweiz: Was isst man wo». Silvia Hamburger verteilte Blätter, auf denen Rezepte gedruckt waren. Die Bilder daneben passten aber nicht zu den Rezepten. Nun galt es, die richtigen Rezepte und Bilder zu kombinieren. Auch auf dem Tisch lagen Bilder mit Spezialitäten aus der ganzen Schweiz. Wer weiss, welches Rezept welchem Kanton zuzuordnen ist? Nach einer Dreiviertelstunde gab es eine Pause. Auch hier gab es Spezialitäten aus verschiedenen Kantonen zu kosten wie Basler Leckerli, Bündner Nusstorte oder Appenzeller Biberli.

Alle Sinne ansprechen
«An jeder Sitzung steht ein anderes Thema im Zentrum», sagt Silvia Hamburger. «Mal ist es der Winter, mal Tiere, mal Berufe. Auch schon ging es um Musikinstrumente oder um Gewürze. Es ist wichtig, dass alle Sinne wie Sehen, Hören, Riechen und Schmecken angesprochen werden.» Die Trainerin passt jede Sitzung flexibel den jeweils Anwesenden an und macht die Übungen einfacher oder schwieriger. Auch geht sie auf individuelle Beeinträchtigungen wie mangelnde Hör- oder Sehfähigkeit ein und verwendet dann andere Hilfsmittel. «Wichtig ist es, in der Gruppe zu arbeiten und soziale Kontakte zu pflegen. Man sollte in eine Gruppe eingebettet sein, solange es noch gut geht. Ist der Gedächtnisverlust schon fortgeschritten, wird es schwieriger, Anschluss zu finden.» Oft würden unter den Teilnehmenden gute Kontakte mit regem Austausch entstehen.

Keine Verpflichtungen
Die Gedächtnistrainings finden einmal monatlich jeweils mittwochs um 9 oder um 14 Uhr statt. Ein erstes Schnuppertraining ist gratis, danach kosten die Trainings 10 Franken pro Mal. Es gibt keine Verpflichtungen, man kann jederzeit teilnehmen oder fernbleiben. Die Trainings sind für alle rüstigen Seniorinnen und Senioren geeignet.

Reformiertes Kirchgemeindehaus Oerlikon, Baumackerstrasse 19.



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