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06.02.2019 Von: Annina Just

Zürich 2, Züriberg

Fifa-Museum auf Kurs getrimmt


Andreas Alf, Communications Manager Fifa-Museum, Museumsdirektor Marco Fazzone und Giovanni Marti, Medienverantwortlicher Fifa, informierten über die erfreulichen Besucherzahlen. Foto: Annina Just

Beim Fifa-Museum geht es wieder aufwärts: 2018 verzeichnete das Museum 19 Prozent mehr Eintritte als im Vorjahr. Die aktuellen Geschäftszahlen gibt die Fifa erst im März bekannt.

«Das Museum hat sich erholt»: Marco Fazzone, Direktor des Fifa-Museums, zeigte sich am letzten Freitag vor den Medien sehr zufrieden mit der jüngsten Entwicklung des Weltfussballmuseums. Genau 365 Tage zuvor hat er sein Amt angetreten und die Aufgabe übernommen, den stark defizitären Betrieb zu sanieren. Er ist Nachfolger von Stefan Jost, der den Posten bereits nach acht Monaten wieder räumen musste, und den beiden interimistischen Direktoren Marc Caprez und Christina Collenberg.

Schliessung kein Thema mehr
Mit 141 069 Besuchern zählte das Fifa-Museum am Tessinerplatz im vergangenen Jahr 19 Prozent mehr Eintritte als noch 2017. Davon sind rund 50 Prozent ausländische Gäste. Mehr Besucherinnen und Besucher können in Zürich nur das Landesmuseum und das Kunsthaus aufweisen.
Das Wachstum sei grösser als erwartet, hält Fazzone fest. Als nachhaltige Wachstumsrate strebt er eine jährliche Besucherzunahme von 10 Prozent an. In die Karten gespielt hat den Museumsverantwortlichen im vergangenen Jahr wohl auch die Weltmeisterschaft, welche im Juni und Juli in Russland stattfand und das Fussballfieber angeheizt hatte. In Moskau war das Fifa-Museum mit einer Sonderausstellung präsent, welche von gut 94 000 Fussballbegeisterten besucht wurde.

Eine Schliessung des im Februar 2016 eröffneten Museums ist indes kein Thema mehr. «Die Frage danach hat mich natürlich begleitet, aber intern war diese Option eigentlich nie ein Thema», sagte Fazzone und kam damit entsprechenden Fragen zuvor.

Der ehemalige Finanzdirektor der Art Basel und zuletzt Geschäftsführer beim Messeveranstalter MCH Group Ltd. in Basel hat den Betrieb im letzten Jahr umgekrempelt. «Es wurden Teams zusammengelegt, aber es gab keine Entlassungen», sagte Fazzone dazu. Per Ende 2018 hatte das Museum 62,7 Vollzeitstellen, ein Jahr zuvor waren es 56,35. Der neue Direktor plant nun weiteres Personal anzustellen. «Vor allem mit wissenschaftlichen Profilen für Inventarisierung und Recherche», so der 46-Jährige.
Das Konzept wurde unter seiner Führung «auf eine gewisse Bescheidenheit» getrimmt. So setze man heute weniger auf gastronomische Exzellenz, sondern mehr auf den Ausstellungsinhalt und auf Kultur-Events im Rahmenprogramm. Gleichzeitig bewertet Fazzone auch die Entwicklung des reorganisierten Gastrobereichs als positiv. Der Betrieb der Sportsbar im Erdgeschoss sowie von Bistro und Catering wurde im Juni 2017 an Edelweiss-Catering ausgelagert, «Die Sportsbar wird immer mehr zum Ort, wo man die wichtigen Fussballspiele schaut», zeigt er sich zuversichtlich.

«Weltfussball kommt nach Zürich»

2019 steht für das Fifa-Museum ganz im Zeichen des Frauenfussballs. Die WM in Frankreich wird mit einer Sonderausstellung und mit passenden Filmen, Gesprächen und Public Viewing begleitet. Langfristig sind stetige Anpassungen der Dauerausstellung, die Investition in Bildungsprogramme und ein Ausbau der Präsenz in Zürich geplant. Wie Fifa-Sprecher Giovanni Marti verrät, gehört dazu auch die Durchführung von zwei grossen Fussball-Events in den nächsten 12 bis 18 Monaten. «Der Weltfussball kommt nach Zürich», verspricht er.
Spannend wird es auch im März: Dann gibt die Fifa in ihrem Finanzbericht die Geschäftszahlen des Museums bekannt. 2017 erwirtschaftete das Museum, das vollumfänglich vom Weltfussballverband getragen wird, einen Verlust von 15 Millionen Franken. Die aktuellen Geschäftszahlen wurden an der Medienkonferenz noch unter Verschluss gehalten. Fazzone verriet aber: «Sie sind deutlich besser als bisher.»



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