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06.02.2019 Von: Christina Brändli

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Zürcher Fantasy-Autorin hat Grosses vor


Sabrina Witzig alias S. A. Lee. Foto: Christina Brändli

«Die Chroniken der drei Kriege – Der Herr des Schwarzen Schwertes» heisst der neue Fantasy- Roman von S. A. Lee. Es ist Lees zweiter Roman und gleichzeitig der zweite Teil der sechsteiligen Roman- Reihe «Die Chroniken der drei Kriege».

Sabrina Witzig – oder S. A. Lee, wie das Pseudonym der 30-jährigen Autorin lautet – hat im August 2018 ihren zweiten Fantasy-Roman veröffentlicht. Witzig hat bereits als Kind zu Stift und Papier gegriffen und neue Welten, ferne Kontinente und fremdartige Wesen erschaffen. «Ich kann mich noch erinnern, dass ich unter anderem eigene ‹Bravo›-Lovestorys schrieb», lacht Witzig auf die Frage hin, ob sie sich noch an ihre erste Geschichte erinnern könne. «Leider sind viele der alten Manuskripte im Laufe der Zeit verschwunden », meint sie mit Bedauern.

Viel Durchhaltewillen
In ihrem zweiten Fantasy-Roman wird die Geschichte des Waisenkinds Kirin fortgesetzt, das im ersten Teil «Das Drohen der silbernen Sichel» unerwartet eine Reise durch den Kontinent Paradon antritt, die es nicht nur in eine fremde Gegend, sondern auch in seine Vergangenheit, einen Krieg und zu seiner Bestimmung führt.
Es kostete Sabrina Witzig viel Zeit und Durchhaltewillen, bis sich nach 16 Absagen endlich ein deutscher Verlag fand, der ihre Geschichte veröffentlichen wollte. «Als Schweizer Autorin ist es schwer, im Ausland Fuss zu fassen», meint sie. Dass ihre Bücher durch den Deutschen Verlag auch in den dortigen Buchhandlungen zu finden sind, ist von grossem Vorteil.

An sich selbst glauben
«Meist entstehen neue Figuren auf dem Weg zum Bahnhof», verrät Witzig. Als Vorlage dienen nicht selten Freunde oder Personen, die sie auf der Strasse trifft. Erst kürzlich sei einer Frau der musternde Blick von Witzig wohl zu viel geworden: «Als ich sie das nächste Mal sah, wechselte sie die Strassenseite», meint die Autorin etwas verlegen. Meist seien es nur Äusserlichkeiten, deren sich die junge Frau in ihrem Umfeld bedient: «Meine Bekannten wissen nicht, dass ich Figuren nach ihrem Vorbild erschaffen habe. Ich kläre die Leute auch nicht auf, es könnte bei den Personen für Missmut sorgen, wenn ich ihre Figuren in der Geschichte sterben lasse», schmunzelt sie.
Um diese Figuren herum spinnt sich dann die ganze Geschichte. Wenn sie sich an den Computer setzt, weiss sie nie genau, wo die Reise hingehen wird: «Die Figuren machen sich häufig selbstständig. Wenn ich mir alte Notizen ansehe, denke ich oft, dass sich die Geschichte in eine völlig andere Richtung entwickelt hat», lässt sie uns weiter am Entstehungsprozess teilhaben. «Wenn mir vor dem Einschlafen noch eine Idee kommt, stehe ich auf und notiere sie. Den Fehler, das nicht zu tun, machte ich nur einmal, die Idee kam nie wieder », erzählt sie. Jungen Autoren möchte sie mitgeben, sich weder von Schreibblockaden noch von Absagen entmutigen zu lassen, denn: «Man muss immer an sich selbst glauben, denn nur so kann man auch andere von sich überzeugen.»

«Du darfst diese Figur nicht sterben lassen!»
Von ihrer Familie wurde sie in jungen Jahren noch nicht so unterstützt: «Ich denke, das ist die Schweizer Mentalität. Man muss sich erst beweisen, bevor man ernst genommen wird.» Aufgewachsen ist sie zusammen mit ihrem Bruder bei der alleinerziehenden Mutter, die heute eine ihrer wichtigsten Kritikerinnen und eifrigsten Testleserinnen ist. «Sie darf die Bücher immer als eine der ersten lesen und ich muss mir dann auch oft Dinge anhören wie: Du darfst diese Figur auf keinen Fall sterben lassen!» Doch da muss Witzig ihre Leserschaft leider enttäuschen: «Die Bücher sind alle fertig und ich werde ausser Korrekturen nichts mehr daran ändern.» Den Umgang mit Kritik müsse sie ohnehin noch lernen, meint sie. Viel lieber spricht sie über positive Rückmeldungen: «Das schönste Kompliment ist, wenn ich merke, dass meine Leser sich ganz in die Geschichte hineinfühlen und ihnen die Figuren etwas bedeuten.»

Neues Projekt
Witzig hat nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer «Chroniken der drei Kriege» bereits ein neues Projekt im Köcher: «Es wurde noch nicht viel über die Welt rund um den Kontinent Paradon erzählt», meint sie augenzwinkernd und gewährt so einen kleinen Einblick in ihre Arbeit. Doch erst können sich ihre Fans auf vier weitere Bücher der «Chroniken» freuen.



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