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13.03.2019
Zürich West

«Wir nutzen die spezielle Körperlichkeit von Älteren»


Wöchentlich finden Tanztrainings statt; häufig auch zusätzliche Tanz-, Theater-, Clown- oder Körperarbeit-Workshops. Foto: Christian Glaus

Das Tanztheater Dritter Frühling, speziell für Menschen über 60, feiert diesen März sein 20-jähriges Bestehen. Die «Festwoche» beinhaltet Aufführungen sowie ein Rahmenprogramm zum Mitmachen.

Stefanie Käser

Das Tanztheater Dritter Frühling (TT3F) stellt seit 20 Jahren Theaterstücke mit Senioren über 60 zusammen. Die erzählten Geschichten werden dabei jeweils im Kollektiv zusammen mit den Darstellern entwickelt. «Wir nutzen die spezielle Körperlichkeit, das künstlerische Ausdruckspotenzial und die Lebenserfahrung älterer Menschen», sagt Roger Nydegger, der seit Beginn Teil des Theaters ist. Er ist Mitbegründer des TT3F und seit 20 Jahren künstlerischer Leiter.

«Swingende Festwoche»

Wie es der Name schon sagt, stehen im Fokus des Tanztheaters der Tanz und die Bewegung. Nydegger: «Es finden wöchentlich Tanztrainings von Choreografen und Tanzpädagogen in Zürich und Stäfa statt. Ausserdem werden immer wieder Workshops im Bereich Tanz, Theater, Clown und Körperarbeit durchgeführt.»
Nun feiert das TT3F diesen März sein 20-jähriges Bestehen in Form einer «swingenden Festwoche», wie es die Veranstalter im Internet anpreisen. Zum Programm sagt Nydegger: «Wir wollen mit Trainings, Gastspielen und Ausschnitten von älteren Bühnenproduktionen einen Einblick in unsere Tätigkeit geben.» Aber auch Mitmachen wird erwünscht: Beispielsweise beim Montagstraining oder im Streetdance- oder Impro-Tanz-Crashkurs. Im Repertoire hat das TT3F dabei einige alte Produktionen – seit der Gründung wurde jährlich eine neue, grosse Produktion aufgeführt – nebenbei laufen viele kleinere Projekte. Und seit 2016 finden sogar regelmässig Trainings im öffentlichen Raum statt, was die Präsenz des TT3F in der breiten Öffentlichkeit erhöht habe, meint Nydegger.

Generationen-Dialog wichtig

Die Erfahrungen und Geschichten der älteren Generation an die jüngere weiterzugeben, ist Teil der Philosophie des Seniorentheaters. «Der uns so wichtige Generationen-Dialog findet in der Zusammenarbeit mit den jungen Choreografen und Tänzern hinter und auf der Bühne statt», so Nydegger. «Es entstehen dabei getanzte und gespielte Geschichten, welche die Lebenswelten unterschiedlichster Menschen und Altersphasen spiegeln und zusammenbringen.»
Um diese Erlebnisse weitergeben zu können, ist es auch wichtig, die Senioren-Schauspieler in das Geschichtenschreiben miteinzubeziehen. Zudem, so Nydegger weiter, bekämpfe das TT3F Vorurteile, trage neben der Gesundheitsförderung zur positiven Gestaltung des gesellschaftlichen Miteinanders bei und bringe oft tabuisierte Themen in den öffentlichen Diskurs – wie Liebe und Sexualität im Alter, Generationenkonflikt, Altersarmut, Einsamkeit oder Sucht. 

 

Montag bis Samstag

Von Montag, 18., bis Samstag, 23. März, wird durchgetanzt – vor allem im Kulturmarkt an der Aemtlerstrassse 23 in Wiedikon, vereinzelt im OffDance an der Zweierstrasse. 106. Es finden verschiedene Aufführungen, Überraschungen, offene Trainings, Crashkurse und Konzerte statt: am Montagmorgen, Mittwoch-, Donnerstag- und Freitagabend sowie am Samstag den ganzen Tag. Ganzes Programm unter: dritter-fruehling.ch



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