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14.03.2019 Von: Manuela Moser

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

«Es gibt einige Hinweise auf die Täter»


Legt Wert auf ein intaktes Erlenbach: Gemeindepräsident Sascha Patak verurteilt die Sprayereien. Foto: zvg

Die Vermutung liegt nahe, dass die Verwüstungen in Erlenbach aus dem Kreis von GCZ-Fans stammen. Gemeindepräsident Sascha Patak (FDP) erklärt, warum er als bekennender GCZ-Fan kein Verständnis für die Vandalen hat.

Am vorletzten Wochenende sind Vandalen durch Erlenbach gezogen und haben eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Der Sachschaden beträgt mehrere zehntausend Franken. Was sagen Sie als Gemeindepräsident dazu?
Zunächst einmal macht es mich einfach betroffen. Bei uns geben sich alle grosse Mühe, ein schönes Dorf zu gestalten. Solche dummen und hässlichen Kritzeleien sind einfach nur ärgerlich.

Warum ist das ausgerechnet in Erlenbach passiert?
Ich glaube nicht, dass Erlenbach dabei speziell erkoren wurde. Ich gehe eher von zufälligen Touren aus. Wenn ich in anderen Gemeinden schaue, hat es diese Sprayereien auch. Die Gemeinden sind diesbezüglich auch untereinander in Kontakt und versuchen gemeinsam, die Ermittlungen zu unterstützen.

Auf den Klebern stand «GCZ», die Täterschaft dürfte also klar sein.
Richtig. Nebst allgemeinen Schmierereien sind die vielen «GCZ»-Kleber und -Sprayereien auffällig. Dass die Täter aus dem Fussball-Umfeld stammen, erscheint somit recht wahrscheinlich.

Sie sind selbst ein grosser GCZ-Fan.
Ja, aber als bekennender GCZ-Fan schäme ich mich für solche Schmierfinken. Solche haben in der Schweizer Fankultur keinen Platz und sind eine Schande für den Club. Es hat nichts mit Ehre oder Mut zu tun, nachts durch die Strassen zu schleichen und das Eigentum anderer zu zerstören.

Der Gemeinde Erlenbach ist die Identifikation der Täter offensichtlich sehr wichtig. Sie hat in Absprache mit der Kantonspolizei Zürich vergangene Woche zusätzlich zur Polizeimeldung eigene Flugblätter verteilt.
Der Gemeinde ist es wichtig, dass die Täterschaft ermittelt werden kann – um ein Zeichen zu setzen. Erlenbach legt Wert auf ein intaktes, sauberes Dorf, in dem man sich wohl fühlt. Da haben solche Aktionen keinen Platz. Wir sind zuversichtlich, dass eine Aufklärung des Falls erfolgt. Die Kantonspolizei hat in der Tatnacht intensive Abklärungen und Spurensuchen vorgenommen. Die Ermittlungen gehen mit unserer Kommunalpolizei weiter.

Gab es schon konkrete Hinweise?
Die Rückmeldungen zum untersuchten Vandalenfall gehen direkt an die Polizei. Aufgrund von Informationen im Dorf wissen wir, dass sich Auskunftspersonen gemeldet haben und es auch andere Spuren gibt. Wir sind deshalb zuversichtlich, dass wir die Übeltäter ausfindig machen können.

Wer bezahlt den Schaden?
Werden die Täter gefasst, so könnten wir den entstandenen Schaden von mehreren zehntausend Franken auf diese abwälzen. Vielleicht merken die Betroffenen dann, dass es nicht einfach ein Streich von Jugendlichen war, sondern eine Straftat mit grossem Sachschaden.

Was tun Sie, wenn die Täter nie gefunden werden?
Wie gesagt sind wir zuversichtlich, dass die Polizei erfolgreich sein wird und zudem künftig auch «ein spezielles Auge auf Erlenbach werfen wird». Wir wollen aber jetzt nicht Kameras aufstellen und damit alle ständig beobachten. Wichtig wäre für die Zukunft, dass unsere Bürger weiterhin aktiv sind und selbst ein wachsames Auge haben. Wer etwas sieht, soll bitte sofort die Polizei alarmieren.



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