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27.03.2019
Zürich West

Jede Alterswohnung erhält ein Tablet


Projektleiterin Ulrike Liebert («Generation 65 plus») erklärt SAW-Stiftungsrat René Balmer die Funktionsweise der App auf dem Tablet. Foto: Tom Kawara

Am Montag eröffnete die Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich ihre erste Siedlung in Wiedikon mit 56 günstigen Wohnungen für Menschen ab 60 Jahren.

Im Rahmen eines Pilotversuchs wird jedem Haushalt dieser Siedlung ein Tablet mit vorinstallierter App zur Verfügung gestellt. Die Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (SAW) will die persönliche Vernetzung analog und digital fördern. «Grosszügige Wohnungen, schwellenlose Zugänge und bei Bedarf ein breites Dienstleistungsangebot» erwarteten die Mieterinnen und Mieter der neuen Siedlung, schreibt die SAW in ihrer Medienmitteilung. Stadtzentrum und Einkaufsmöglichkeiten seien zu Fuss oder mit Tram und Bus gut erreichbar, und der Bahnhof Wiedikon sei ganz in der Nähe.

Durchgängige Gemeinschaftszone

Durch einen Landabtausch mit der Allgemeinen Baugenossenschaft Zürich erhielt die Stiftung Alterswohnungen die Möglichkeit, ihre erste Neubausiedlung in Wiedikon zu realisieren. 56 helle 1½- bis 3½-Zimmer-Wohnungen stehen ab 1. April zum Bezug bereit. Entworfen haben sie Zita Cotti Architekten Zürich, die als Sieger aus einem anonymen, einstufigen Wettbewerbsverfahren hervorgegangen sind.

Das hufeisenförmige Gebäude umschliesst einen grünen Innenhof und ist im Erdgeschoss durchgängig als Gemeinschaftszone erschlossen. Neben zwei Veranstaltungsräumen und einer Küche ist eine Leseecke mit Bibliothek eingerichtet, ein Fitnesscorner eröffnet altersgerechte Trainingsmöglichkeiten, und der Waschsalon lädt auch zum Bügeln und Plaudern mit den Nachbarn ein. Gewerberäume mit einem vielfältigen Angebot sollen die Verbindung zum umliegenden Quartier schaffen.

Die Waschmaschine mit dem Tablet reservieren

Erstmals wird in einer SAW-Siedlung zu jeder Wohnung leihweise ein Tablet abgegeben. Auf jedem Tablet ist eine App installiert, welche die Vernetzung der Mieterinnen und Mieter untereinander ermöglicht.

Über die App ist auch das soziokulturelle Veranstaltungsprogramm der Stiftung Alterswohnungen verfügbar. Hauswartung und Spitex nehmen auf elektronischem Weg Nachrichten entgegen. «Sogar die Waschmaschinen können via Tablet reserviert werden», heisst es in der Medienmitteilung weiter. In den ersten Wochen und Monaten organisiert die SAW Veranstaltungen, um Informationen zu vermitteln und das Kennenlernen zu fördern. So sollen Wohlbefinden und Sicherheit in der Siedlung erhöht werden.

Seit 1950 bietet die SAW preisgünstige Wohnungen mit sozialen und pflegerischen Dienstleistungen für wenig bemittelte Personen an, die selbstbestimmt im Alter leben wollen. Inzwischen sind es 35 Siedlungen mit über 2000 Wohnungen, wovon etwa 80 Prozent subventioniert werden. Die restlichen Wohnungen werden frei tragend, aber ebenfalls nach dem Prinzip der Kostenmiete vermietet. Dieser Mix fördere die soziale und die gesellschaftliche Durchmischung in den Siedlungen. (zw.)



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