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27.03.2019 Von: Pia Meier

Zürich Nord

«Wir wollen kein Rosengarten-Loch»


Die zahlreichen Anwesenden versuchten, den Autolärm zu übertönen. Foto: pm.

Die Parteien Grüne, AL, SP und GLP sowie der Umweltverein «umverkehR» protestierten am vergangenen Samstagnachmittag auf der Lehenstrasse in Wipkingen gegen das «Rosengarten-Loch».

Verschiedene Redner kritisierten, dass die obere Grenze von 56 000  Autos pro Tag durch den Kantonsrat nicht festgelegt worden sei, die Tunnelportale, die Abrisse von Liegenschaften, die Kosten und anderes. Sie forderten Sofortmassnahmen und vor allem weniger Verkehr. Die zahlreichen Anwesenden versuchten, den Autolärm zu übertönen (siehe Bild) und pflanzten einen Rosenstock.

Der Kantonsrat in bisheriger Zusammensetzung beachtete am Montag bei der Kantonsratssitzung alle linksgrünen Bedenken gegen das Rosengarten-Projekt erneut nicht. Er stimmte mit 102:64 Stimmen für den Kredit für das Projekt. Zum 1,1 Milliarden Franken teuren Projekt gehört neben einem 2,3 Kilometer langen Tunnel eine neue Tramverbindung zwischen Hardbrücke und Bucheggplatz. Ziel ist es, die gut 600 Meter lange Strecke zwischen Nordstrasse und Bucheggplatz vom Lärm zu entlasten. Die linken und grünen Parteien fordern hingegen Sofortmassnahmen und vor allem weniger Verkehr.

Neben den Kosten waren erneut die 56 000 Fahrzeuge, die maximal durch den Tunnel fahren sollen, ein Thema in Kantonsrat. Die bürgerlichen Kantonsräte hatten es abgelehnt, die Zahl ins Gesetz zu schreiben. Der Zürcher Stadtrat hatte daraufhin angekündigt, sein Ja zum Projekt zu überdenken. Grundsätzlich stehe er aber nach wie vor dahinter. Inzwischen haben sich Stadt- und Regierungsrat zusammengesetzt, wie Regierungsrätin Carmen Walker Späh (FDP) sagte. Sie kündigte eine Betriebsvereinbarung mit der Stadt an, in der unter anderem die Modalitäten des geplanten Verkehrsmonitorings festgeschrieben werden sollen. Das letzte Wort ist mit dem Ja vom Kantonsrat allerdings noch nicht gesprochen. Der Gemeinderat der Stadt Zürich strebt ein Gemeindereferendum gegen den Bau an, und wahrscheinlich wird es auch ein Volksreferendum geben. Der VCS hat bereits ein Referendum angekündigt. Eine allfällige Volksabstimmung könnte im November stattfinden.



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