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03.04.2019 Von: Pia Meier

Zürich Nord

Neues Sportzentrum in Oerlikon schafft mehr Kapazitäten für Sportler


Das Hallenbad Oerlikon ist sanierungsbedürftig. Foto: pm.

Oerlikon soll ein neues Sportzentrum mit Hallenbad und Eisbahn unter einem Dach erhalten. Der Gemeinderat bewilligte einen Projektierungskredit. Für Diskussionen sorgte die Anzahl Parkplätze.

Das bestehende Hallenbad in Oerlikon ist stark sanierungsbedürftig. Es soll deshalb abgebrochen und durch einen Neubau mit wettkampftauglichen Anlagen ersetzt werden. Im Hauptgebäude soll es zwei Eisfelder, ein 50-Meter-Schwimmbecken, ein Becken mit einem 10-Meter-Sprungturm, zwei Lehrschwimmbecken, einen Wellnessbereich sowie ein Sommerbad im Freien geben. Auf dem Dach könnte ein Kunstrasenfeld für Fussballer entstehen. Dank diesem Angebot können grössere Kapazitäten geschaffen werden, um der steigenden Nachfrage von Sportlerinnen und Sportlern in der Stadt Zürich zu genügen. Weiter sind öffentliche Freiflächen und ein Werkhof von Grün Stadt Zürich vorgesehen. Das Projekt inklusive Reserven soll rund 193 Millionen Franken kosten. Es war im Gemeinderat nicht umstritten. Ein Projektierungskredit in Höhe von 18 Millionen Franken wurde am vergangenen Mittwoch bewilligt. 2023 soll das Projekt fürs Volk kommen und 2029 soll das neue Sportzentrum bezugsbereit sein.

Sowohl die Kunsteisbahn als auch das Hallenbad können bis zur Inbetriebnahme des neuen Hauptgebäudes unterbruchsfrei genutzt werden. Einzig die Kapazität der Rasensportanlage muss für mindestens fünf Jahre um rund die Hälfte reduziert werden.

Anzahl Parkplätze umstritten
Für Diskussionen im Gemeinderat sorgte die Zahl der Parkplätze. Die Grünen forderten in einem Änderungsantrag eine Reduktion der Zahl der Parkplätze von 160 auf 117. 160 sind im eigens für das Projekt erstellten Mobilitätskonzept aufgeführt. SVP, FDP, EVP und GLP wehrten sich gegen diese Reduktion der Parkplätze. Sie befürchten, dass in Spitzenzeiten nicht mehr genügend Parkplätze vorhanden seien und dass es deshalb mehr Suchverkehr im betroffenen Quartier gebe. Gemeinderat Christian Huser (FDP) findet das Projekt gerechtfertigt. «Dass aber das Parkplatzangebot schon in der Projektierung um 43 Parkplätze reduziert werden soll, kann ich einmal mehr nicht verstehen.» Denn: «Die Parkplätze hätten jetzt mit ins Projekt einbezogen werden können. So könnte eine spätere Umnutzung, wenn weniger Parkflächen benötigt werden, immer noch gemacht werden.»

Grüne und SP sahen es anders. Gemeinderat Matthias Probst (Grüne): «Wenn wir immer zu viele Abstellplätze bauen, dann wird es überall in den Quartieren zu viel Autoverkehr geben.» Die über 100 Parkplätze würden völlig ausreichen für jene Sportler, die mit schwerem Gepäck kommen müssten. «Die Gäste können alle mit dem öffentlichen Verkehr anreisen oder im Parkhaus Messe Hallenstadion parkieren.» Für diejenigen, die näher fahren möchten, gebe es fünf Buslinien oder das Tram vom Waldgarten aus. Das Sportzentrum sei bereits heute perfekt an den öffentlichen Verkehr angeschlossen. Am Ende stimmte das Parlament dem Antrag der Grünen zu und reduzierte die Zahl der Parkplätze.



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