Züriberg Zürich 2 Zürich Nord Zürich West Zürich West mit Quartierecho Küsnachter Küsnachter Amtlich
11.04.2019 Von: David Herter

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

Autokolonnen sorgen für viel Ärger


Die Zürichstrasse ist eng und unübersichtlich. Seit Beginn der Baustelle Seestrasse ist sie stark befahren. Foto: David Herter

Das Sperren von Strassen ins Küsnachter Goldbachquartier hat nicht funktioniert. Nun versucht es die Gemeinde mit Plakaten, Baulatten und einem «Blitzer».

Zu einer Kolonne stauen sich die Autos schon kurz nach dem Abbieger von der Oberwacht- in die Zürichstrasse. «Tempo 30! Achtung Geschwindigkeitskontrollen », warnt ein Plakat. Die Gemeinde hat es aufgestellt, weil im Goldbachquartier viel mehr motorisierter Verkehr unterwegs ist als üblich. Die Fahrzeuge fahren in Richtung Zürich und nutzen den Schleichweg, um die Baustelle an der Seestrasse zu umfahren. So viele Autos sind es, dass jeden Morgen Lotsinnen und Lotsen den Verkehr regeln und Schulkinder über Kreuzungen leiten müssen.
Die Anwohnerinnen und Anwohner reagieren genervt auf den Mehrverkehr (siehe Kasten). Die Gemeinde hat darauf mit einer Änderung des Verkehrskonzepts reagiert. Vergangene Woche wurden die Zufahrten ins Quartier zeitweise gesperrt. Doch das Konzept von Gemeinde und Polizei, dem Schleichverkehr einen Riegel zu schieben, hat den Test nicht bestanden. «Die Sperrungen führten nicht zum gewünschten Erfolg», sagt Projektleiterin Kerstin Zelmer. Kurz nachdem für die Zürich-, Boglerenund Goldbachstrasse ein Fahrverbot in Kraft trat, kam es im Küsnachter Dorfzentrum zum Verkehrskollaps.

Fahrt durchs Quartier wieder frei
Nach dem gescheiterten Test haben Gemeinde und Polizei entschieden, den Schleichverkehr wieder zuzulassen. «Wir sind zur alten Verkehrsführung zurückgekehrt», bestätigt Zelmer. Umgesetzt würden aber Massnahmen zum Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer. Darunter sind viele Kinder, die im Schulhaus Goldbach zur Schule gehen. Fussgängerstreifen wurden besonders markiert und Baulatten montiert, um Gehwege und Fahrbahnen zu trennen. «Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Polizei und Gemeinde sind täglich vor Ort», sagt Zelmer. Wenn es nötig sei und Sinn mache, würden weitere Anpassungen vorgenommen.
Auf den Strassen im Goldbachquartier gilt Tempo 30. Um dafür zu sorgen, dass sich die motorisierten Verkehrsteilnehmer daran halten, hat die Gemeinde Anzeigetafeln aufhängen lassen, die Fahrerinnen und Fahrern mit einem lachenden oder unzufriedenen Gesichtlein signalisieren, ob sie mit der korrekten Geschwindigkeit unterwegs sind. An wechselnden Orten wird auch ein «Blitzer» eingesetzt. Wenn der Schleichverkehr nicht verhindert werden kann, soll er zumindest diszipliniert werden.



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