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11.04.2019
Zürich West

«Wahrscheinlich das schönste Amt in der Schweiz»


Vorstandsfoto mit Stadträtin: Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart (l.), Barbara Grisch, Hans Amstad, Eveline Zahner, Ruedi Brühwiler, die neugewählte Patricia Kern, Präsident Christian Tobler und Peter Möbus. Foto: ho.

In Albisrieden lebe man überdurchschnittlich sicher, verriet Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart an der Generalversammlung des Quartiervereins Albisrieden. 

Thomas Hoffmann

Sie schätze die Freiwilligenarbeit der Quartiervereine sehr, betonte Stadträtin Karin Rykart in ihrem Referat. Vor ihrer Wahl in den Stadtrat war sie unter anderem Co-Präsidentin der IG Hardturmquartier und kennt den Aufwand daher aus eigener Erfahrung. Bevor sie im Juni 2018 das Sicherheitsdepartement übernommen hat, war sie für 20 Mitarbeitende in einem KMU verantwortlich, nun sind es rund 3000 Mitarbeitende sowie 2400 Milizdienstleistende bei Feuerwehr und Zivilschutz. Ihr Departement umfasst die Stadtpolizei, Schutz & Rettung, das Stadtrichteramt sowie die Dienstabteilung Verkehr. Es sei ein sehr intensives Amt und der Übergang zur Freizeit fliessend. «Wie viele Stunden ich arbeite, kann ich daher nicht sagen.» Aber nach den ersten zehn Monaten ist für die grüne Politikerin klar: «Es ist wahrscheinlich das schönste Amt, das es in der ganzen Schweiz gibt.»

Sanität täglich 100 Mal im Einsatz

Rykart wartete mit eindrücklichen Zahlen auf und gab einen kurzen Einblick in aktuelle Themen. So erhält die Polizei über den Notruf 117 jährlich rund 154 000 Anrufe und führt 60 000 Einsätze durch, das sind 180 pro Tag. In Albisrieden sanken die Wohnungseinbrüche von 88 im Jahr 2010 auf stabile 47. «Damit liegt Albisrieden unter dem städtischen Schnitt», erklärte Katrin Rykart. Das sei auch bei den Personenkontrollen der Fall. Und beim Mischverkehr Velo-Fussgänger gebe es im Kreis 9 keinen einzigen Bereich, der ein Problem bilde. Die 975 000 Ordnungsbussen spülen der Stadt jährlich 62 Millionen Franken in die Kasse, wobei die Sicherheitsvorsteherin betonte, dass die Bussen nicht wergen der Einnahmen verteilt werden, sondern aus Sicherheitsgründen. Die Feuerwehr rückt etwa 15 Mal pro Tag aus, Schutz & Rettung gar 100 Mal pro Tag. Von den jährlich 37 000 Einsätzen erfolgen etwa 3000 mit einem Notarzt.

Die Stadträtin hatte erwartet, dass ihr das Koch-Areal viel Arbeit bescheren werde. Es kam jedoch anders. Tempo 30 sei ein grosses Thema, die drohende Schliessung des Schiessstandes Hasenrain, die Gewalt der Fussballfans und die vielen Schwerverletzten bei Velounfällen. Der Stadtrat habe daher sicheres Velofahren als Strategieschwerpunkt festgelegt.

Dass bei Stadträtin Rykart der Übergang von Arbeit zu Freizeit fliessend verläuft, zeigte sich nach ihrem Referat: Sie blieb bis zum Ende der Generalversammlung beim Quartierverein Albisrieden.

 

5000 feierten

Präsident Christian Tobler blickte an der Generalversammlung auf einige Höhepunkte des Jahres zurück. Insgesamt hätten über 5000 Personen an den vielen Anlässen und Festen teilgenommen, die der Quartierverein Albisrieden teils zusammen mit anderen Vereinen organisiert hat. Lob gab es für den Ausbau der Weihnachtsbeleuchtung. Der Umtrunk bei der Weihnachtstanne habe sich zu einem «Integrationsanlass» entwickelt.

Rolf Vetter war letztes Jahr aus dem Vorstand zurückgetreten – um die Finanzen kümmerte er sich aber weiterhin und wird dies auch im laufenden Jahr tun. Das gab Applaus für den (an diesem Abend abwesenden) Kassier. Die Rechnung schloss mit einem kleinen Defizit von 2600 Franken. Für 2020 ist die Wahl des neuen ZKB-Filialleiters Martin Aksoylu Haas vorgesehen. Bereits jetzt wählten die Mitglieder mit Patricia Kern eine weitere Frau in den Vorstand. Die Mitgliederbeiträge bleiben unverändert, die Anzahl der Mitglieder ist leicht gestiegen: um 12 auf 416.

Bevor es zum Imbiss ging, wies Präsident Tobler kurz auf die geplante Verkehrsberuhigung im Quartierzentrum hin. Einige Einsprachen seien noch hängig, das Projekt momentan in der Kommission des Gemeinderats. Baustart soll 2020 sein. (ho.)



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