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24.04.2019
Züriberg

Ein Treffpunkt von und für Witikon


Der neue Pavillon Hoch3 der Reformierten Kirchgemeinde Witikon steht allen offen. Foto: Carole Bolliger

Der neue Begegnungsort fürs Witiker Quartier ist vor ein paar Wochen eröffnet worden. Der Café-Bistro-Pavillon Hoch3 bietet eine kleine, aber feine Auswahl an Snacks und Getränken und soll ein Treffpunkt für die ganze Bevölkerung sein. Vor gut drei Jahren entstand die Idee, einen neuen Begegnungsort in Witikon zu schaffen. Vor ein paar Wochen wurde dieser neue Treffpunkt eröffnet. Zwischen der reformierten Kirche und dem reformierten Kirchgemeindehaus steht der Pavillon Hoch3 mit integriertem Bistro. Dieser Pavillon besteht, wie es der Name schon verrät, aus drei Häusern, die aber alle miteinander verbunden sind. Je 50 Quadratmeter gross ist ein Haus, zwischen 3,50 und 6,30 Meter hoch ist der Pavillon, jedes einzelne Haus hat drei Fenster.
Im ersten Teil, der Richtung Strasse liegt, gibt es einen Vortragsraum, in der Mitte eine Theke mit Bar und, am nächsten zur Kirche gelegen, finden die Bistro-Gäste Platz. Für die kleinen Besucher gibts eine tolle Spielecke, die mit vielen verschiedenen Spielsachen ausgestattet ist.
Direkt nach Ostern ist das Hoch3 für eine Woche geschlossen. In dieser Zeit folgt ein intensiver Schlussspurt, in dem diverse Mängel behoben und noch fehlende Elemente ergänzt werden, wie die zuständige Architektin Annette Spillmann vom Architekturbüro Spillmann Echsle auf Anfrage sagt. Prinzipiell sei der Pavillon jedoch ein Bauwerk, das nicht auf einen Stichtag fertiggestellt werde. «Der Pavillon Hoch3 bildet ganz bewusst einen Rahmen und eine Struktur, die durch die Nutzerinnen und Nutzer mehr und mehr in Besitz genommen und weiter ausgestaltet werden», so Spillmann, die den Pavillon Hoch3 zusammen mit ihrem Geschäftspartner Harald Echsle entworfen und umgesetzt hat. Das Haus lasse ganz bewusst Leerräume offen und damit Raum für Neues.

Projekt selbst finanziert
Der Pavillon Hoch3 ist ein Projekt der Evangelisch-reformierten Kirche Zürich Witikon. «Immer mehr Restaurants gehen zu. Aber unsere Bevölkerung braucht einen Begegnungsort», ist Hans-Peter Burkhard überzeugt. Er ist Präsident der Kirchenpflege und nebst Diakon Marco Looser, der die Projektleitung hat, in das Pavillon-Projekt involviert. Die Menschen lebten immer länger, blieben länger in der eigenen Wohnung wohnen. «Das führt aber auch immer öfters zu Vereinsamung.» Dem will die Evangelisch-reformierte Kirche Zürich Witikon mit dem Pavillon Hoch3 entgegenwirken.
Rund 800 000 Franken kostet der Bau. Effektive Zahlen liegen noch nicht vor, aktuell laufen mit den verschiedenen Unternehmen Gespräche zu den einzelnen Abschlussrechnungen. Da sich der Bauherr betreffend Finanzierung mit dem Reformierten Stadtverband Zürich nicht einig wurde, beschloss er, das Projekt selbst zu finanzieren. «40 Prozent der Kosten haben wir durch Spenden der Bevölkerung von Witikon erhalten», freut sich Burkhard über die grosse Unterstützung und Beteiligung des Quartiers. Weitere 30 Prozent kommen von verschiedenen Stiftungen und für die restlichen 30 Prozent greift der Bauherr auf kircheneigene Ressourcen zurück.

Ein Profi und viele Freiwillige
Wichtig bei der Planung war den zuständigen Architekten, dass der Pavillon gut ins Ortsbild passt und eine Synthese mit den umliegenden Häusern bildet. Erste Reaktionen von Besuchern und Spaziergängern, die am Pavillon vorbeigehen, sind sehr positiv. Sie freue sich, dass sie im Quartier nun einen schönen Treffpunkt hätte und der Kaffee sei hervorragend, meinte eine junge Frau. Für den «besten Kaffee der Stadt» verantwortlich ist Minja Kandic. Er ist Betriebsleiter Gastronomie und im 80-Prozent-Pensum angestellt. Der Gastronom hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt. Nach einer Servicelehre in einem Fünf-Sterne-Hotel arbeitete er mehrere Jahre in verschiedenen Hotels, Restaurants und Bars, bevor er die Hotelfachschule in Zürich abschloss. Kandic hatte seine eigene Firma für Catering und Events und arbeitete zuletzt bei Schwarzenbach im Niederdorf. Er ist zufrieden mit den ersten Wochen. Unterstützt wird er von einem Team aus freiwilligen Gastgeberinnen und Gastgebern aus Witikon. Kandics Ziel ist es, ein gutes und hochstehendes Angebot anzubieten.

Austausch und Diskussionen
Der Pavillon Hoch3 will aber nicht nur ein Café sein, sondern ein Treffpunkt und Begegnungsort fürs ganze Quartier, für alle Generationen und Kulturen. Es sollen Austausch, Diskussionen, Gespräche stattfinden, neue Freundschaften geschlossen oder alte wiederbelebt werden. Wie Burkhard sagt, sollen auch Vorträge zu Familienthemen oder Themen des Älterwerdens sowie Konzerte im Pavillon stattfinden. Zeitweise sollen auch Mitarbeitende der Kirche vor Ort sein, für Fragen und Gespräche zur Verfügung stehen. «Vielleicht ist die Hemmschwelle in diesem Rahmen bei einigen dann weniger hoch», so Burkhard.
Nebst dem Cafébetrieb können die Räumlichkeiten ausser am Donnerstag- und Sonntagabend auch von Privaten oder Vereinen für Feste, Sitzungen und anderes zu fairen Konditionen gemietet werden. Auf Wunsch sorgt das Bistro-Team auch für Essen und Getränke. Carole Bolliger

Öffnungszeiten: Montag–Mittwoch und Freitag: 9–18 Uhr, Donnerstag: 9–22 Uhr und Samstag: 9–14 Uhr. Wer sich freiwillig engagieren möchte, meldet sich bei Sozialdiakon Marco Looser, marco.looser@ref-witikon.ch oder Telefon 044 381 85 56.



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