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24.04.2019
Züriberg

QV Riesbach kämpft gegen ZKB-Seilbahn


Die neuen Gesichter im Vorstand: (von links) Matthes Schaller, Dorothee Schmid und Martin Schmid. Foto: Carole Bolliger

Die 97 Stimmberechtigten des Quartiervereins Riesbach waren sich an der Mitgliederversammlung letzte Woche fast in allen Punkten einstimmig einig. Für ein paar Voten sorgte der Antrag des Vorstands um einen Unterstützungsbeitrag von 7000 Franken für den Kampf gegen die Seilbahn.

Urs Frey, Präsident des Quartiervereins (QV) Riesbach, freute sich, über 100 Gäste im GZ Riesbach zur Mitgliederversammlung zu begrüssen. Davon waren 97 stimmberechtigt. Diese waren sich auch in den meisten Punkten einig. Der Jahresbericht, die Jahresrechnung, die einen Gewinn von rund 600 Franken ausweist, und der Revisorenbericht wurden einstimmig mit Akklamation genehmigt.

Velorouten
Frey informierte über einige Projekt des Quartiervereins. So etwa über die Petition gegen die Schalterschliessung am Bahnhof Tiefenbrunnen. In kurzer Zeit konnten 1100 Unterschriften gesammelt werden. An der Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr wurde dem Vorstand der Auftrag erteilt, eine Arbeitsgruppe, «Sicher Velofahren in Riesbach», zu bilden. Martin Schmid gehört zu dieser Arbeitsgruppe, die sich AG Velo Kreis 8 nennt und aus neun Mitgliedern besteht. Er informierte über den aktuellen Stand. Die Arbeitsgruppe hat bisher sechs Velorouten im Quartier analysiert und fünf Gefahrenstellen mit zehn konkreten Gefährdungen festgestellt. Die weiteren Schritte seien, den Katalog der Gefahrenstellen abzuschliessen, sich mit gleichgesinnten Gruppen wie Pro Velo auszutauschen. «Bis im September dieses Jahres wollen wir unser Konzept fertiggestellt haben und es durch den Vorstand des QV ‹vernehmlassen›», erklärte Schmid. Im Oktober dann soll das Tiefbauamt der Stadt Zürich über die konkreten Vorschläge informiert werden.

Antrag genehmigt
Für ein paar Voten, aber keine grossen Wellen sorgte das nächste Traktandum. Der Vorstand stellte den Mitgliedern den Antrag, einen Unterstützungsbeitrag von 7000 Franken an den Verein IG Seebecken Seilbahnfrei für die Einsprache gegen die geplante ZKB-Seilbahn zu sprechen. Die Anwaltskosten für diesen Kampf seien hoch, der Vorstand sei aber der Meinung, dass man den bereits eingeschlagenen Weg weitergehen und weiterkämpfen solle, sagte Frey. Die allermeisten der Anwesenden sahen das gleich wie der Vorstand. Ein Mann war zwar dafür, sich gegen die Seilbahn zu wehren, aber dagegen, mit rechtlichen Mitteln dagegen vorzugehen. Man solle das Geld nicht für einen Rechtshandel ausgeben, meinte er. Gemeinderat Joe Manser erwiderte, dass das Gesetz vorsehe, sich mit rechtlichen Schritten zu wehren, wenn man etwas nicht möchte. Weiter meinte er, der Quartierverein sei ja nicht nur gegen die Seilbahn, sondern hätte mit der Schiffsverbindungslösung einen konkreten und nachhaltigen Gegenvorschlag. Deshalb plädierte er dafür, den Antrag des Vorstands zu unterstützten. Die meisten waren auch seiner Meinung und genehmigten die 7000 Franken klar. Auch die Defizitgarantie im Rahmen von 10 000 Franken, die der Vorstand ebenfalls beantragte, wurde angenommen.

Rebmesser geht an Daniela und Peter Fierz
Nelo Auer, Judith Stielper und Daniel Schifferle sind aus dem Vorstand zurückgetreten. Ihre Nachfolge-Kandidaten waren alle drei vor Ort: Dorothee Schmid, Martin Schmid und Matthes Schaller stellten sich als neue Mitglieder zur Wahl und wurden einstimmig gewählt. Die restlichen Vorstandsmitglieder stellten sich zur Wiederwahl, auch sie wurden mit grossem Applaus wiedergewählt.
Jedes Jahr ein spezieller Moment an der Mitgliederversammlung ist die Verleihung des Rebmessers. Menschen, Vereine, Firmen, die sich besonders fürs Quartier engagieren, werden jeweils damit ausgezeichnet. Heuer bekamen die Auszeichnung Daniela und Peter Fierz vom Café Freytag. Sie seien sehr engagiert und würden einen wichtigen Teil zum Quartierleben beitragen, erklärte Claude Bernaschina die Wahl des Vorstands. «Daniela und Peter Fierz bringen älteren Menschen, die das Haus nicht mehr verlassen können, das Essen sogar nach Hause.» Für die beiden sei das, was sie machten und fürs Quartier Gutes beitrügen, selbstverständlich. «Aber das ist es überhaupt nicht», betonte Bernaschina. Fierzens freuten sich sehr, das Rebmesser entgegennehmen zu dürfen. Es sei eine Ehre für sie und sie freuten sich, dass ihr Engagement so geschätzt und gewürdigt werde. Spontan offerierten sie den Anwesenden das vom QV bestellte Dessert. Carole Bolliger



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