Züriberg Zürich 2 Zürich Nord Zürich West Zürich West mit Quartierecho Küsnachter Küsnachter Amtlich
09.05.2019 Von: Manuela Moser

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

Für eine gemeinsame Vision statt Gärtlidenken


Die neue Verkehrsführung soll die Pendlerprobleme am Seeufer lösen: Der Küsnachter Architekt Urs Esposito von der Planergruppe Hecht. Foto: zvg.

Von «Blödsinn» bis zu «positive Anregung»: Die Idee einer U-Bahn rund um den Zürichsee der Küsnachter Planergruppe Hecht löst bei Entscheidungsträgern an der Goldküste unterschiedliche Reaktionen aus. Wir haben nachgefasst.

Ganz vom Tisch ist der «Masterplan Zürichsee 2050» noch nicht, auch wenn der Zürcher Regierungsrat der kühnen Vision für eine neue Verkehrsführung an der Goldküste eine Abfuhr erteilt hat (der «Küsnachter» berichtete). Kürzlich hat sich eine «kleine Kampfgruppe» um den Männedorfer Kantonsrat Lorenz Schmid (CVP) getroffen. Dazu gehört auch die unabhängige Planergruppe Hecht, bestehend aus den Architekten Urs Esposito aus Küsnacht und Hannes Strebel aus Uetikon am See, von der die Idee stammt. Kern der Vision sind sechs Vorschläge für eine neue Verkehrsentwicklung. Der aktuelle Vorstoss konzentriert sich auf deren zwei am rechten Seeufer: die U-Bahn und den E-Bike-Trail auf dem dereinst stillgelegten Bahntrassee.

In den Untergrund verlegen
«Wir sind dran, die Gründung eines Vereins vorzubereiten», sagt Schmid. Als Mitglieder seien nicht nur Privatpersonen angesprochen, sondern auch Unternehmen. «Wir sind überzeugt, dass sich grosse Firmen für das Projekt interessieren werden – sowohl im Bau, im Betreiben als auch im Anbieten von Dienstleistungen entlang den neu zu entstehenden Verkehrswegen.» Urs Esposito ist es insbesondere ein Anliegen, dass die einzelnen Gemeinden wegkommen vom «Gärtlidenken» und im regionalen Interesse zu handeln beginnen. «Wir müssen eine gemeinsame Strategie aushandeln, um die Standortqualität unserer Region weiter aufrechtzuerhalten und sogar zu verbessern », so der Küsnachter.

Wirtschaftliches Potenzial nutzen
Die Region Zürichsee gehöre schliesslich zu den schönsten und begehrtesten Wohnlagen Europas. «Die Nähe zur Metropole Zürich, ihre Lage am See und ihr Anschluss an die europäischen Verkehrsnetze bergen ein enormes wirtschaftliches Potenzial.» Heute sei die Region aber zu einem dichten Agglomerationsteppich mit rund 265 000 Einwohnern zusammengewachsen.
«Damit es hier lebenswert bleibt, muss die Besiedelung weiterer Grünflächen gestoppt werden.» Dazu gehört für den Architekten auch, dass die lärmigen Verkehrsschneisen von Bahn und Seestrasse in den Untergrund verlegt und für die Zukunft effizient gemacht werden. Wo genau die künftigen Bahnstationen hinkommen sollen, ist noch offen. «Die Planung wird jetzt vertieft», sagt Lorenz Schmid. Aufgeschaltet ist die Website www.lake-area.ch aber bereits. 



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