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15.05.2019 Von: Elke Baumann

Züriberg

Pavillon Le Corbusier strahlt farbenprächtig


Nach der Sanierung präsentiert sich der Pavillon Le Corbusier im Seefeld mit leuchtenden Farben. Nun steht er Besuchern wieder offen. Foto: zvg

Mit der Ausstellung «Mon Univers» erweist das Museum für Gestaltung im renovierten «Pavillon Le Corbusier» dem Schweizer Jahrhundert-Architekten seine Reverenz.

Le Corbusier (1887–1965), mit bürgerlichem Namen Charles-Edouard Jeanneret, geboren in La Chaux-de- Fonds, war einer der bedeutendsten Architekten des 20. Jhs., war Stadtplaner, Maler, Zeichner, Schriftsteller, Bildhauer, Möbeldesigner – kurz, ein Allrounder der Künste. 1964 bis 1967 wird Le Corbusiers einziges und gleichzeitig letztes Bauwerk in Zürich nach seinen Entwürfen verwirklicht. Ein architektonisches Schmuckstück am See, ein modernes Juwel aus Stahl und Glas, eine Komposition aus geometrischen Formen und strahlenden Farben. Wie ein Schirm schützt die mehr oder weniger schwebende Dachkonstruktion die kubischen Bauelemente.

In die Jahre gekommen
Der von der Kunstmäzenin und Galeristin Heidi Weber initiierte und finanzierte Pavillon geht 2014 ins Eigentum der Stadt über. Fazit: Das Gebäude muss saniert werden. Handicap: Das Haus steht unter kantonalem Denkmalschutz. Es darf also nichts verändert werden, erneuert nur so, dass man kaum davon etwas sieht. Und das ist dem Architekten Team Arthur Rüegg/Silvio Schmed hervorragend gelungen. Für den Betrieb des renovierten Pavillons sorgt heute das Museum für Gestaltung Zürich. Die von ihm betreuten Wechselausstellungen sind jeweils in den Sommermonaten für die Öffentlichkeit zugänglich. «Mon Univers» ist die erste Ausstellung im renovierten Pavillon. Das Museum für Gestaltung widmet sich auf allen Stockwerken dem Schweizer Jahrhundert-Architekten und beleuchtet die Quellen seiner gestalterischen Inspiration.

Kunst und Architektur
Es gehört einiges dazu, um dem Werk Le Corbusiers gerecht zu werden. Erst in seiner «Synthese der Künste» – dem Zusammenspiel von Architektur, Städtebau, Malerei, Design, Film und anderen Disziplinen – erschliesst sich ein wirklicher Zugang. Meeresschnecken, Keramik aus dem Balkan, Strandgut und Industrieglas, in seinen Assemblagen führt «Corbu», wie ihn seine Freunde nennen, Objekte und Trouvaillen aus Kunst, Industrie, Folklore und Natur zusammen. Die von Christian Brändle, Direktor Museum für Gestaltung, sorgfältig kuratierte Ausstellung bringt Leihgaben von diversen Häusern und Originale aus Le Corbusiers Privatsammlung zusammen. Historische Fotografien, Exponate aus fernen Ländern, Malereien und allerlei Fundstücke, dazu Präsentationsmodelle, Prospekte und Plakate, veranschaulichen das gestalterische Können eines Universalgenies.
Eine Dauerausstellung im Obergeschoss zeigt 17 Arbeiten von René Burri (1933–2014), die er, persönlicher Fotograf von Le Corbusier, aufgenommen hat. Burri realisierte unzählige Porträts und Architekturgeschichten, die in grossen Magazinen weltweit publiziert wurden. Es sind eindrückliche Bildfolgen zu Person und Werk Le Corbusiers.

Ein offenes Museum
Man kann schnell durchgehen oder verweilen, die vom Keller bis unters Dach verteilten Möbel Le Corbusiers laden zum Chillen ein. Besucher sollen sich im Haus wohlfühlen. Sogar die Dachterrasse mit Blick auf den Zürichsee ist für Gäste zugänglich.



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