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22.05.2019 Von: Leon Zimmermann

Zürich Nord

Affoltern begrüsst seine Neuzuzüger


Pia Meier führt die neuen Affoltemer durch ihre Heimat. Foto: L. Zimmermann

Rund 90 neu zugezogene Affoltemer haben sich am Samstag getroffen, um auf einer Führung von diversen örtlichen Organisationen mehr über ihre neue Heimat zu erfahren.

Die reformierte Kirche Affoltern-Unterdorf ist gut gefüllt. Und das an einem Samstagmorgen. Pfarrer Felix Fankhauser hat die Anwesenden soeben über die Geschichte des im 17. Jahrhundert errichteten Gebäudes aufgeklärt, als in der hintersten Reihe ein Kleinkind zu schreien beginnt. «Man kann sagen, dass Kinder die Akustik in der Kirche sehr zu schätzen wissen», sagt Fankhauser lächelnd.
Grund für die Versammlung ist eine Führung durch Affoltern, die ein OK, bestehend aus Quartierverein, reformierter und katholischer Kirchgemeinde sowie dem GZ, für alle Personen organisiert hat, die in den letzten knapp eineinhalb Jahren zugezogen sind. «Wir haben rund 3100 Einladungen versendet», sagt Quartiervereinspräsidentin Pia Meier. Rund 90 Anmeldungen seien schliesslich eingegangen. «Eine eher schlechte Quote», findet Meier. Nebst der örtlichen Kirche führte die Tour auch am «Zähnte-Huus» vorbei, wo in den nächsten Jahren ein Zentrumsplatz mit Tramverbindung und diversen Aufenthaltsorten entstehen soll.

Wachsende Bevölkerung
«Das ‹Zähnte-Huus› wird von einem privaten Verein betrieben, der es zu einem Quartiertreff gemacht hat», erklärt Meier. Eine Idee, die durchaus sinnvoll scheint, wenn man bedenkt, dass Affoltern zwischen 2010 und 2016 das am schnellsten wachsende Quartier in ganz Zürich war. «Affoltern ist ein Entwicklungsgebiet», sagt Meier dem versammelten Publikum. Das klinge zwar nach Entwicklungshilfe, sei aber bloss ein anderes Wort für Wachstumsgebiet. So soll die örtliche Einwohnerzahl, die per Ende 2018 noch bei 26 500 Personen lag, bis 2035 auf rund 32 000 Personen anwachsen.

Die meisten der künftigen Zuzügler werden wohl in diesem Gebiet angesiedelt sein. Im Ortsteil Unterdorf, wo auch die Tour am Samstag gestartet ist, ist mit deutlich weniger neuen Einwohnern zu rechnen. «Es hat hier sehr viele denkmalgeschützte Gebäude», erklärt Meier. Darunter leide auch ihre Bewohnbarkeit. So könnten einige Häuser nicht ausgebaut werden für mehr Bewohner.

Zufriedene Teilnehmer
Den Abschluss der Tour bildete dann ein Apéro im Schulhaus Blumenfeld – inklusive einer abschliessenden Information durch die Schulleiterin Bernadette Stadler. Dass im Rahmen der Tour auch über den örtlichen Schulbetrieb informiert wurde, kam bei vielen Neuzuzüglern gut an. «Die Schule wird schon sehr bald ein Thema sein bei uns», sagt beispielsweise ein junges Paar und zeigt dabei auf ihren Kinderwagen. Auch die vorherige Tour haben die zwei positiv aufgefasst: «Wir kannten Affoltern zwar schon gut, haben aber etwas Geschichtliches gelernt.»

Ein junger Physikstudent, der ebenfalls an der Tour teilgenommen hat, kannte Affoltern noch gar nicht, bevor er im September 2017 von Österreich nach Zürich gezogen ist, um hier sein ETH-Studium anzutreten. «Es gefällt mir gut hier. Und durch diese Veranstaltung weiss ich jetzt endlich auch, wo ich wohne», sagt er zufrieden.



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