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22.05.2019 Von: Karin Steiner

Zürich Nord

Das Tram wird Affoltern verändern


Moderatorin Fiammetta Devecchi, Gesamtprojektleiter René Volken, die Stadträte Michael Baumer und Richard Wolff sowie VBZ-Direktor Guido Schoch (v.l.) stellten sich den Fragen der Bevölkerung. Foto: kst.

Die beiden Stadträte Michael Baumer und Richard Wolff, VBZ-Direktor Guido Schoch und Gesamtprojektleiter René Volken kamen nach Affoltern, um die zahlreich erschienene  Quartierbevölkerung über den aktuellen Stand des Projekts Tram zu informieren.

«Im Quartier wird über das Tram diskutiert, vieles davon stimmt nicht», sagte Moderatorin Fiammetta Devecchi. Deshalb luden Quartierverein und VBZ die Hauptverantwortlichen ein, um über den aktuellen Stand zu informieren und Fragen zu beantworten.

Affoltern braucht dringend ein Tram – darin waren sich alle Redner einig. Bis 2035 wird die Bevölkerung gemäss Prognosen auf 32 000 Menschen anwachsen, und alle wollen mobil sein, wie Quartiervereinspräsidentin Pia Meier bei der Begrüssung festhielt. Der 32er-Bus ist schon jetzt hoffnungslos überlastet und steht oft im Stau. Im Herbst sollen streckenweise Busspuren auf der Wehntalerstrasse eingerichtet werden. Aber: «Busspuren auf einzelnen Abschnitten sind nur eine provisorische Lösung, um die Pünktlichkeit zu verbessern. Die Kapazität wird dadurch nicht grösser», sagte VBZ-Direktor Guido Schoch. Die Vorteile des Trams: Es fasst rund 280 Personen, also fast doppelt so viele wie ein Doppelgelenkbus, und es fährt staufrei auf eigenen Schienen der Wehntalerstrasse entlang vom Holzerhurd via Radiostudio zum HB.

wurde gemeinsam mit Bund und Kanton festgelegt, wie die Situation für Fussgänger, Velos, Autos, Tram und Bus aussehen wird. Im Bauprojekt von 2020 bis 2021 wird auf alle Details eingegangen, zum Beispiel wo Bäume und Masten zu stehen kommen. Fahren soll das Tram 2027.

Wehntalerstrasse wird breiter
Im Vorprojekt, das Gesamtprojektleiter René Volken präsentierte, ist zu sehen, dass die Wehntalerstrasse wesentlich breiter wird. «Die Parzellengrenze wird zurückgesetzt. Es trifft fast alle Landeigentümer entlang der Strecke», sagte er. Das bedeutet nicht nur, dass die Grundeigentümer Land abgeben müssen, sondern auch, dass der «Frieden» und die Tankstelle in Neuaffoltern weichen müssen und die Friedhofmauer beim Birchdörfli zurückversetzt wird. Die Gesamtbreite der Wehtalerstrasse wird 26,6 Meter betragen. Davon entfallen beidseitig 4 Meter für die Trottoirs mit Alleebäumen, 1,5 Meter für die Velofahrbahn, 6,1 Meter für die Tramschienen und 6,5 und 3 Meter für die Autofahrbahnen. Stadteinwärts wird die Strasse für den motorisierten Individualverkehr nur noch einspurig geführt, stadtauswärts mehrheitlich zweispurig.

Die Tramhaltestellen des 11er-Trams werden sich an denselben Orten befinden wie die aktuellen Bushaltestellen. Der 32er-Bus wird am Bucheggplatz wenden, das 15er-Tram wird die bisherige Strecke des 11ers bedienen.

Veränderungen wird es auch für das Gewerbe geben, denn es werden weniger Parkplätze zur Verfügung stehen. «Wir haben mit dem Gewerbe eine Arbeitsgruppe gegründet», sagte René Volken. Anwohnerinnen und Anwohner, die mit dem Auto ihre Liegenschaften verlassen, werden nicht mehr direkt nach links in die Wehntalerstrasse einbiegen können, sondern müssen bis zum nächsten U-Turn fahren, wo sie wenden können.

Regelmässige Infoveranstaltungen
Im Anschluss an die Präsentation hatte das Publikum Gelegenheit, Fragen zu stellen. Noch hielt sich der Ansturm in Grenzen. Ein Anwohner wollte wissen, wie man verhindern könne, dass der Verkehr noch mehr zunehme. «Wir habe die Auflage vom Kanton, den Verkehr nicht zu behindern», sagte Stadtrat Michael Baumer. «Aber mehr Verkehr wird es kaum geben.» Eine Person wollte wissen, wieso der 11er nicht über die Regensbergstrasse in die Hofwiesenstrasse geführt wird. «Dieser Weg wäre wesentlich länger», sagte Guido Schoch. «Das gäbe jährlich zusätzliche Kosten von rund 800 000 Franken.»

Über das 270-Millionen-Projekt wird das Volk noch abstimmen müssen. Die Projektverantwortlichen haben versprochen, die Quartierbewohner regelmässig zu informieren.



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