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22.05.2019
Zürich West

Roboter für die Stadt der Zukunft getestet


Einmal aufs Spielfeld gestellt und gestartet, arbeiten die Lego-Roboter der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ihr Programm ab – mit mehr oder weniger Erfolg. Foto: Patrizia Jaeggi

Gesucht war der Roboter, der am besten Lampen wechseln kann. Gefunden wurde er auf einem Spielfeld in Altstetten.

Patrizia Jaeggi

Die Hand am Startknopf ihres Roboters, warteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Sonntag in der Turnhalle Untermoos in Altstetten auf den Countdown des Wettkampfrichters. Punkt 12.30 Uhr setzten sich die ersten Roboter in Bewegung.

Die Kinder und Jugendlichen waren mit Ehrgeiz und Leidenschaft dabei, und ihre Anspannung war spürbar. Auf dem Spielfeld mussten die programmierten Roboter zeigen, ob sie die gestellten Aufgaben meistern konnten. Dies gelang in teilweise bemerkenswerter Weise. Die Präzision und die Geschwindigkeit, mit denen die Roboter sich auf den Spielfeldern bewegten, waren beeindruckend. Alles klappte zwar nicht: Dann und wann setzte sich ein Roboter nicht in Bewegung oder es zeigte sich, dass in einem Programm noch ein Fehler steckte. Gleichwohl applaudierte das Publikum kräftig. In den Pausen hatten die Kinder und Jugendlichen Zeit, ihre Programme zu optimieren. «Wir haben vier Chancen, unseren Roboter zu zeigen. Am Schluss zählen die zwei besten Durchgänge», erklärten zwei Teilnehmer, die von Glarus nach Affoltern gereist sind.

Via Aarburg nach Györ

Anreize, den Wettbewerb zu gewinnen, gab es in Fülle. Die besten Mini-Roboter können am 15. Juni in Aarburg am Final teilnehmen. Die drei besten Teams der Schweiz wiederum qualifizieren sich für den internationalen Wettbewerb im ungarischen Györ, wo sie gegen Teams aus 65 Nationen antreten. Auch die zweitplatzierten Teams gehen nicht leer aus. Sie sind nach Dänemark eingeladen und dürfen in Aarhus starten. «Wir haben uns für den Wettbewerb angemeldet, weil wir in der Schule das Freifach Robotik besuchen. Da wir beide einen Partner für den Wettbewerb suchten, haben wir uns zu einem Team zusammengeschlossen», erzählten zwei Schüler aus Rüti.

In Altstetten traten 15 Teams – je mit zwei oder drei Mitgliedern – in drei Alterskategorien an. Ausgerichtet wurde der Wettbewerb mit dem Ziel, auf den Spielfeldern die Stadt der Zukunft zu bauen. Die Teams konnten sich seit Mitte Januar auf die Aufgabe vorbereiten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten unterschiedliche Aufgaben zu lösen. Das Ziel der Jüngsten war es, einen Roboter zu programmieren, der Personen zu unterschiedlichen Orten transportieren kann. Kinder und Jugendliche der mittleren Kategorie hatten die Aufgabe, einen Roboter zu entwickeln, der alte Lampen korrekt entsorgen und diese durch energieeffizientere Lampen ersetzen kann. Den ältesten Teilnehmern wurde auf dem Spielfeld die Aufgabe gestellt, die IT-Infrastruktur einer Stadt zu modernisieren.

Für die Teilnahme am Schweizer Final qualifizierten sich in Altstetten je ein Team aus Wetzikon, Rafz und Heimberg BE bei den Ältesten, zwei weitere Teams aus Wetzikon und eines aus Glarus in der mittleren Kategorie sowie das Team einer Privatschule, eines aus Aarau und eines aus Wikon LU bei den jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmern. 

Nervenkitzel und Lehrplan verbinden

Der Wettbewerb in Altstetten war einer von insgesamt sechs Regionalwettbewerbe der «World Robot Olympiad» in der Schweiz. Dabei treten Kinder und Jugendliche mit von ihnen programmierten Robotern gegeneinander an und kombinieren sportlichen Nervenkitzel mit schulischen Herausforderungen.

Das Thema «Robotik und Programmieren» ist Bestandteil des neuen Lehrplans 21. Das Thema eigne sich hervorragend für problembasiertes Lernen, schreibt der Verein World Robot Olympiad Schweiz, der den Anlass in Altstetten organisiert hat. Ziel sei es, einen Beitrag zur Förderung von Projekten aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik an Schulen zu leisten.

Der Verein WRO Schweiz ist seit 2017 auch Mitglied der Wissenschafts-Olympiade, zu der auch Wettbewerbe in Biologie, Chemie, Geografie, Mathematik, Informatik, Philosophie, Physik und Wirtschaft gehören. (pj.)



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