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06.06.2019 Von: David Herter

Küsnachter

Küsnacht hofft – und setzt auf die Zukunft


Zu Beginn der Partie entwickelte Fehraltorf viel Druck auf das Tor der Küsnachter. Nach 40 Minuten lagen die Gäste mit 2:0 vorne. (Foto: dh.)

Der FC Küsnacht hat sein Schicksal nicht mehr in den eigenen Füssen. Es droht der direkte Fall in die 4. Liga.

Aufgegeben hat Richard Rieder den FC Küsnacht nicht. Noch ist der Ligaerhalt möglich. «Das wäre enorm wichtig», sagt der Leiter Sport. Weil die erste Mannschaft das Aushängeschild sei. Und weil die im Verein ausgebildeten Junioren die Qualität für die 2. regionale Liga hätten. Untergehen werde die Welt aber auch bei einem Abstieg nicht, sagt Rieder. «Das Ziel wäre dann der sofortige Wiederaufstieg.» Trainer Samuel Wiedemann, seine Assistenten Claudio Corda und Marcio de Araujo sowie wichtige Spieler blieben bei Küsnacht, das stehe fest. «Wir wären auch auf einen Abstieg vorbereitet.»

Die Zeit dafür hatte Küsnacht. Im Winter stand der Abstieg eigentlich fest. 3 Punkte aus 11 Spielen lautete die Bilanz: letzter Platz. Doch dann gelang der verstärkten und neu von Trainer Wiedemann trainierten Mannschaft eine ausgezeichnete Rückrunde, mit bisher 16 Punkten aus 10 Spielen. «Der Trainer hat es geschafft, ein echtes Team zu bilden, das gerne zusammen Fussball spielt und auch Freizeit zusammen verbringt», sagt Rieder. Der neue Kitt, die Integration von Spielern aus der zweiten Mannschaft und von externen Spielern stehen für den Leiter Sport am Ursprung der Leistungssteigerung. Ob der Trainerwechsel hätte früher erfolgen sollen, mag er im Nachhinein nicht mehr beurteilen. «Viele kleine Sachen standen einem Erfolg schon im Herbst im Weg.»

Nach dem Jubiläum gings abwärts
Der Fall in die 4. Liga wäre für den FC Küsnacht ein tiefer. Noch vor etwas mehr als zehn Jahren spielte er in der dritthöchsten Liga der Schweiz. Es war 2007, als der Verein sein 100-Jahr-Jubiläum feierte. Seither ging es stetig abwärts. 2008 zurück in die interregionale 2. Liga, 2013 in die regionale 2. Liga. Unter Spielertrainer Rainer Bieli holte sich Küsnacht den Regionalcup und einige gute Platzierungen, stieg aber 2017 erneut ab, in die 3. Liga. Schon damals sei Unglück mit im Spiel gewesen, sagt Rieder: Verletzte Spieler, verschenkte Punkte. Parallel zum Abwärtstrend schaffte der FCK zuerst die Spesenzahlungen für die Spieler ab und dann auch deren Prämien. «Wegnehmen ist immer schwieriger, als geben», sagt Rieder dazu. In der 3. Liga mache es definitiv keinen Sinn mehr, den Spielern Geld zu bezahlen, auch wenn das andere Vereine anders hielten: «Wir können nur Geld ausgeben, das wir einnehmen.»

Dem Konzept, neue Spieler aus den eigenen Reihen zu gewinnen, will Küsnacht treu bleiben, ob in der 4. Liga oder höher. «Wir wollen keine Söldner, sondern Spieler aus dem Dorf und der Region», sagt Rieder. Rund drei Viertel des Budgets von 500 000 Franken gebe der Verein für die Juniorinnen und Junioren aus. Mit dem Geld würden unter anderem professionelle Ausbilder bezahlt. «Kaum ein anderer Verein schickt so viele Junioren zu GC und dem FCZ», sagt Rieder. Er hofft, dass die talentierten Junioren nach Küsnacht zurückkehren, wenn sie den Sprung nach ganz oben nicht schaffen. «Für die Zukunft bin ich zuversichtlich.»
In der letzten Runde werde die Aufgabe für die Abstiegskandidaten gleich schwierig sein, ist sich Rieder sicher. «Alle Mannschaften wollen die Saison mit einem Erfolgserlebnis beenden.» Mönchaltorf werde gegen Meilen, Küsnacht in Herrliberg kämpfen müssen. «Wir werden sehen.»



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