Züriberg Zürich 2 Zürich Nord Zürich West Zürich West mit Quartierecho Küsnachter Küsnachter Amtlich
10.07.2019 Von: Pia Meier

Zürich Nord, Zürich West, Züriberg, Zürich 2

Bohrmaschine frisst sich durch Zürich


Die Tunnelbohrmaschine Claudia.

Die Fernwärmeversorgung wird erweitert. Deshalb wird vom Hagenholz bis zum Werk Josefstrasse bis 2021 ein sechs Kilometer langer Tunnel erstellt. Dieser wird von der Bohrmaschine Claudia gegraben.

Die Tunnelbohrmaschine wurde vergangene Woche von Stadtrat Richard Wolff und Claudia Eichmann, Projektassistentin von Entsorgung und Recycling Zürich, in Anwesenheit von Vertretern der Baufirma Implenia im Zugangsschacht an der Milchbuckstrasse feierlich auf den Namen Claudia getauft. Sie ist 100 Tonnen schwer, 7,5 Meter lang und 3,8 Meter breit und bohrt die neue unterirdische Verbindung für die Fernwärmeversorgung zwischen dem Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz und der neuen Fernwärmezentrale Josefstrasse. Der neue Tunnel wird in einer Tiefe von 10 bis zu 90 Metern erstellt. Auch die Limmat wird untergraben. Etwa 7 bis 8 Meter werden die Tunnelarbeiter pro Tag vorankommen.

Entlang der sechs Kilometer langen unterirdischen Verbindungsleitung können in den Quartieren Wipkingen, Oberstrass, Unterstrass, Gewerbeschule (Sihlquai) und Aussersihl weitere Gebäude an die Fernwärme angeschlossen werden. Den entsprechenden Objektkredit in der Höhe von 235 Millionen Franken hat die Stadtzürcher Stimmbevölkerung im vergangenen September mit einer Mehrheit von 83 Prozent bewilligt. Der Bau der Verbindungsleitung wird bis 2021 dauern. Ab 2022 können die neu erschlossenen Quartiere mit klimaschonender Fernwärme beliefert werden.

Anwohner wollen Aufwertung
Die Verbindungsleitung ist «quasi die Nabelschnur, über die die Fernwärme künftig vom Hagenholz zur Josefstrasse geleitet wird», wie Wolff anlässlich der Taufe festhielt. Und weiter: «Aus klimapolitischer Sicht ist die Ausdehnung des Versorgungsgebiets wichtiger denn je. Mit dieser Gebietserweiterung können wir den Anteil am städtischen Wärmebedarf, der mit der Fernwärme abgedeckt wird, von heute 15 auf 25 Prozent steigern.» Die Stadtbevölkerung wird weitestgehend von Lärmemissionen, Verkehrsbehinderungen und Erschütterungen verschont.

Problematisch sind die grossen Zugangsschächte. Nach anfänglichen Problemen bei der Kommunikation zeigten sich die bei der Taufe anwesenden Anwohnerinnen und Anwohner der Milchbuckstrasse zufrieden. Vibrationen seien zwar spürbar, aber der Lärm halte sich in Grenzen. Problematisch könnte die Situation Lastwagen und Velofahrende werden. Schliesslich sei die Scheuchzerstrasse eine wichtige Veloroute. Gefreut haben sich die Anwohner, dass sechs Bäume entlang der Milchbuckstrasse doch nicht gefällt werden mussten. Und man hofft auf die Zukunft. Der Grünzug entlang der Milchbuckstrasse soll nicht nur wieder hergestellt, sondern aufgewertet werden. Offen ist, was neben der neuen Fernwärmezentrale auf dem Areal Josefstrasse entsteht. Rund 12 000 Quadratmeter Fläche werden neu nutzbar.



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