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10.07.2019 Von: Gian-Andri Baumgartner

Zürich 2

Im «Sonnenberg» beginnt nun die Bauphase


Die Schulkinder packten beim Vergraben der Zeitkapsel trotz hohen Temperaturen fleissig mit an. Foto: gab.

Der Spatenstich zum Umbau der Primarschule Sonnenberg in Adliswil ist erfolgt. Nun wird zwei Jahre lang gebaut.

Markus Bürgi, der für die Bildung zuständige Adliswiler Stadtrat, zeigte sich zufrieden. Es sei ein grosser und wichtiger Schritt für die Zukunft der Adliswiler Schule, sagte er anlässlich des Spatenstichs in der Primarschule Sonnenberg. Dieser markierte den Beginn der zweijährigen Bauphase, in der das 1969 eröffnete Schulhaus umgebaut und erweitert wird. Dies ist eine Reaktion auf die prognostizierten steigenden Schülerzahlen.

Hauptakt der Feierlichkeiten war das Vergraben einer silbrigen Zeitkapsel auf dem Pausenplatz. «In dieser Zeitkapsel befinden sich kleine Texte der Schülerinnen und Schüler. Es sind Wünsche oder Grüsse an kommende Generationen», erklärte Joshua Renshaw, Schulleiter der Schule Sonnenberg-Wilacker. Zudem habe der Hauswart einen Türzylinder aus dem Turnhallentrakt hineingetan. «Dieser ist der Grund für das Geräusch, das beim Schütteln der Kapsel entsteht», fügte Renshaw mit einem Schmunzeln hinzu.

Den Schülerinnen und Schülern kam beim Spatenstich selbst eine grosse Rolle zu. Sie sorgten für den musikalischen Einstieg, als sie alle zusammen ein Lied sangen. Darin appellierten sie an den Zusammenhalt, der an der Schule herrschen soll. Später halfen sie trotz den hohen Temperaturen tatkräftig beim Vergraben der Zeitkapsel mit. Hier zeigte sich der besungene Zusammenhalt in der Praxis: Die Arbeit wurde fair untereinander aufgeteilt.

Schwere Arbeiten während Ferien
Die Schülerinnen und Schüler waren auch Thema in der kurzen Rede von Karin Fein, Stadträtin und Ressortvorsteherin Finanzen. «Es wird keine leichte Zeit für sie. Ich hoffe aber, sie haben Geduld mit den etwas unangenehmen Seiten der Baustelle.» Dasselbe gelte natürlich für die Schulleitung und die Lehrpersonen. Es würde sich aber lohnen, denn «in zwei Jahren ist der Grossteil der heutigen Schülerinnen und Schüler noch hier und wird dann auch die positiven Aspekte des Umbaus erleben dürfen». Damit der Unterricht während der Bauphase möglichst ungestört ablaufen kann, werden schwere und laute Arbeiten vor allem während den Schulferien verrichtet, wie Schulleiter Renshaw betonte: «Der Abriss sollte nach den Sommerferien beendet sein.»

Schulpräsident Bürgi wies darauf hin, dass das Schulhaus in den nächsten zwei Jahren nicht nur erweitert, sondern auch modernisiert werde. «Durch ein durchdachtes Raumkonzept und eine moderne Schulinfrastruktur soll der Betrieb verbessert werden», sagt er. Heute müssten Bestandteile des Unterrichts wie die Musikschule oder pädagogische Therapien an anderen Standorten durchgeführt werden. Nach dem Umbau sei das nicht mehr nötig: «An dieser Stelle entsteht sozusagen ein Campus, in dem viele Tätigkeiten des schulischen Alltags stattfinden können.»

Deutlich mehr Schulkinder
Nötig geworden ist die Erweiterung durch die steigenden Schülerzahlen im Quartier. Bis 2026 dürfte die Anzahl an Klassen etwa um die Hälfte steigen. Deshalb wurde das Schulhaus Wilacker, das zur gleichen Schuleinheit wie die Schule Sonnenberg gehört, mit einem Neubau ergänzt (wir berichteten). Jetzt kommt auch das «Sonnenberg» selbst an die Reihe: Die Turnhallengarderoben im Norden des Areals werden abgerissen und durch einen Neubau mit sechs Klassenzimmern und einer Bibliothek ersetzt. In etwa einem Jahr soll der neue Trakt bezugsbereit sein. Das bestehende südliche Schulgebäude wird ebenfalls saniert und ausgebaut, bleibt aber grundsätzlich erhalten. Dieser Teil soll zu Beginn des Schuljahres 2021/22 fertiggestellt sein. Dann können im Schulhaus Sonnenberg zwölf Primar- und zwei Kindergartenklassen unterrichtet werden. Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf rund 22 Millionen Franken. Der dazu notwendige Kredit war im vergangenen Herbst in einer Volksabstimmung deutlich gutgeheissen worden.



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