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10.07.2019 Von: Pia Meier

Zürich Nord

Thurgauerstrasse: Zweite Runde im Gemeinderat im Herbst

Die beiden Gestaltungspläne Thurgauerstrasse wurden am vergangenen Mittwoch vom Gemeinderat an die zuständige Parlamentskommission zurück-
gewiesen. Dort könnte es zu einer Vernunftkoalition SP und FDP kommen.

Dort, wo heute Schrebergärten sind, soll ein neues Quartier entstehen. 700 gemeinnützige Wohnungen, Alterswohnungen, Gewerbe, Schulhaus und Park sind an der Thurgauerstrasse geplant. Damit will die Stadt dem wohnpolitischen Drittelsziel einen Schritt näher kommen und ein vorbildliches Planwerk schaffen. Schule und ein Park sind unumstritten. Doch den Gestaltungsplan Wohnen und Gewerbe wollte eine Allianz aus AL und SVP an den Stadtrat zurückweisen. Auch SP, FDP, Grüne und GLP teilen einige der Bedenken. Zudem fordern Fraktionen mit Vorstössen, dass die Quartierbewohner im Planungsprozess mehr mitwirken können.

Am vergangenen Mittwoch sind beide Gestaltungspläne Schule und Park sowie Wohnen und Gewerbe an die zuständige Kommission zurückgewiesen worden. SP, FDP und GLP stimmten dafür, AL, SVP und Grüne waren für eine Rückweisung an den Stadtrat. In der Kommission wird sich wahrscheinlich die Koalition der Vernunft, SP und FDP, durchsetzen. Wie lange die beschlossene Zusatzschlaufe über die Kommission dauert, ist nicht absehbar. «Aufgrund der Tatsache, dass im Gemeinderat keinen neuen Themen angebracht wurde, die neben den bestehenden Änderungsanträgen aufgenommen werden müssten, hoffen wir, dass diese Zusatzschlaufe bis zu den Herbstferien abgeschlossen ist», teilt das Hochbaudepartement der Stadt Zürich auf Anfrage mit.

Grosse Bedenken
Die AL fordert, die Einschätzung der Wohnbaugenossenschaften, die Verbesserungsvorschläge aus der Kommission und die Anliegen und Angebote des anliegenden Quartiers in die Überarbeitung des städtebaulichen Konzepts zu integrieren und hierbei auch die Festlegung der Gebäudestandorte und die Gebäudehöhen zu überdenken. Die SVP weist darauf hin, dass die Stadt Zürich durch den Bau des neuen «Megablocks» an der Thurgauerstrasse zunehmend an ihre baulichen Kapazitäten stösst und so ihre letzten grossen Baulandreserven aufbraucht. Die Partei wünscht eine quartierverträgliche Lösung. Gemeinsam mit vielen Bewohnerinnen und Bewohnern des Grubenacker-Quartiers fordert die FDP eine gesamtheitliche Betrachtung des gesamten Areals von der Thurgauerstrasse bis zur SBB-Bahnlinie.

Aus grüner Sicht wurde Folgendes verpasst: vielfältiger Nutzungsmix, soziale Durchmischung, differenziertes Freiraumangebot, Grünstrukturen und Grünvolumen, zeitliche Etappierung, gezielte Partizipation der Interessengruppen wie des angrenzenden Grubenackerquartiers. Die SP plädiert für bezahlbaren Wohnraum für über 2000 Menschen.



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