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25.09.2019
Zürich West

Schiessplatz Hasenrain bleibt bestehen


Für die Sanierung des Kugelfangs kommt die Schützengesellschaft selber auf. Foto: zvg.

Die Schützengesellschaft Züri 9 kann weiterhin in Albisrieden schiessen: Der Stadtrat vermietet ihr den Schiessplatz Hasenrain. Das ärgert SP, GLP, Grüne und AL. 

Larissa Jurczek

Es gibt weniger Schützen als früher, zudem müssen die Kugelfänge aller Schiessanlagen bis Ende 2020 saniert werden, schreibt der Stadtrat. Das habe Folgen für die vier Schiessplätze in der Stadt. Zwar werden die zwei, die sich in Privatbesitz befinden (Albisgütli und Höngg), saniert und weiterhin finanziell von der Stadt unterstützt. Die 300-Meter-Anlage in der Probstei aber wird auf Ende 2020 geschlossen, so der Stadtrat. Und die zweite städtische Anlage auf dem Hasenrain vermietet die Stadt der Schützengesellschaft Züri 9. Sie habe zugesichert, die Sanierung des Kugelfangs zu übernehmen, und sie finanziere den Unterhalt der Anlage selbst. «Wir sind erfreut über den Entscheid des Stadtrats, dass ein Traditionsverein seinen Schiessplatz behalten darf, auf dem er seit 1876 ansässig ist», sagt Thomas Osbahr, Präsident der SG Züri 9, auf Anfrage. Jahrelange Diskussionen zwischen Stadt und Schützengesellschaft, die viel Energie und Zeit in Anspruch genommen haben, gingen nun zu Ende. «Wir werden auf Herbst 2020 die umweltschonenden Kugelfangkästen einbauen», so Osbahr, «die von uns finanziert werden.»

Kreisparteien lassen nicht locker

Wenig angetan vom Entscheid des Stadtrats ist die SP des Kreises 9. «Der Stadtrat foutiert sich um die Bevölkerung», lässt Gemeinderat Pascal Lamprecht verlauten. Zusammen mit den Grünen, der GLP und der AL aus dem Kreis 9 hat die SP eine Medienmitteilung veröffentlicht, in der sie darauf aufmerksam macht, dass der Stadtrat klar gegen einen Auftrag des Gemeinderats handle, und verweist auf zwei entsprechende Postulate. Vorgesehen gewesen sei «eine neue, ökologischere und weniger lärmintensive Nutzung» des Hasenrains. Das Gelände sollte zudem der Bevölkerung zugänglich gemacht werden. Die vier Parteien lassen aber nicht locker: Sie wollen sich weiterhin für diese Aspekte einsetzen, die auch eine grosse Mehrheit der Quartierbevölkerung wünsche.

Das Argument, es würde nicht genügend Schützen für die weitere Aufrechterhaltung des Platzes geben, konnte die Schützengesellschaft bereits im Vorfeld nicht nachvollziehen. Es sei in den letzten Jahren zu einer Verdoppelung der Mitglieder gekommen.



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