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02.10.2019 Von: Lisa Maire

Zürich 2

Erster neuer Wohnbau in Manegg West steht


Vom Dach des Avaloq-Firmensitzes (links der Erweiterungsbau und dahinter der erste Wohnbau) überblickt man die Lage der Manegg zwischen Entlisberg und Uetliberg Foto: Lisa Maire

Bei einer Führung des Amts für Städtebau durch das Entwicklungsgebiet Manegg wurde klar: Der neue Stadtteil ist noch lange nicht fertig gebaut.

Der Rundgang startete im Gebäudekomplex von Avaloq an der Allmendstrasse. Vor über 50 Interessierten gaben Denise Janes und Aline Vuilliomenet vom Amt für Städtebau hier einen Einblick in die Geschichte des Entwicklungsgebiets Manegg, das zu Wollishofen gehört. Nach dem Auszug der Industrie Ende der 90er-Jahre haben Grundeigentümer und Stadt eine kooperative Planung in Gang gesetzt, auf deren Grundlage seit 2015 die Überbauungen in die Höhe streben. Die ersten Wohnungen wurden 2017 auf dem Greencity-Areal bezogen. Nach Abschluss aller Projekte (bis etwa 2025) sollen in der Manegg rund 4000 Menschen wohnen und rund 4000 Personen arbeiten.

Wohnungen mit Blick ins Grüne
Auf dem Dach von Avaloq bot sich den Führungsteilnehmenden dann ein Rundumblick über das Entwicklungsgebiet zwischen Entlis- und Uetliberg, zwischen Autobahn und Sihl. Am Nordende von Greencity stechen die vielen roten Baukräne ins Auge: Hier entstehen unter anderem die mit elf Geschossen höchsten Gebäude des neuen Stadtteils: die beiden Bürohäuser Pergamin. Ein vertrauter Referenzpunkt im Abriss- und Neubaugewusel: der Migrolino und die Tankstelle an der Allmendstrasse.

Auf dem Greencity-Areal sind die Freiflächen für die Bewohner der über 700 Wohnungen knapp. Besser sieht es diesbezüglich auf der anderen Seite von S-Bahn und Allmendstrasse aus. Hier, orientiert zum grünen Sihlraum hin, sind weitere 700 Wohnungen geplant. Die ersten 56 sind im nächsten Februar auf dem Avaloq-Areal bezugsbereit. Daneben, auf dem Areal Manegg Mitte, bereitet gerade ein Heer von Baggern den Baugrund für drei Wohnbauten vor. Noch nichts zu sehen ist von den vier Wohnblöcken die im Teilgebiet Obere Allmend Manegg geplant sind.

Der nachfolgende Rundgang durch Greencity führte zuerst zum einzigen Projekt der Stadt: An der Grenze zwischen mächtigen Bürobauten und Wohnblöcken entsteht die Schule Allmend. Auf dem schmalen Bauareal sind aber erst die Profile ausgesteckt. Neben der Schule wird eine Passerelle über Maneggstrasse, Bahngleise und Allmendstrasse hinweg führen.

Gewerbe nicht leicht zu finden
Boris Deister, Vertreter der drei Genossenschaften im Greencity, informierte danach über das schweizweit erste 2000-Watt-Areal. Aufklärung gabs nicht zuletzt auch über die rätselhaften riesigen Rinnen im Pflastersteinbelag entlang des Maneggplatzes. Das Greencity-Konzept schreibe vor, so Deister, dass grosse Teile des Regenwassers abgeleitet und gezielt versickert werden müssen – etwa in Pflanzgarten- und Baumbereiche.

Weiteres Thema: die vorgegebenen publikumsorientierten Erdgeschossnutzungen. Auf Seite der Stadt hofft man noch auf eine bessere Belebung. Deister gab aber zu bedenken, interessiertes Gewerbe sei gar nicht leicht zu finden. Gut gedeihen hingegen die sozialen Vernetzungsprojekte der Genossenschaften – wie etwa der gemeinsame Dach-Pflanzgarten.

Bisher kein Thema bei den Bewohnern ist – dank Dreifachverglasung – der Lärm von Autobahn und Sihltalbahn. Auf der Wunschliste steht hingegen mehr Grünes. Für Bäume werde es allerdings schwierig, so Deister, da der Boden vielerorts bereits mit Leitungen belegt sei.



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