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02.10.2019 Von: Pia Meier

Züriberg, Zürich 2, Zürich Nord, Zürich West

Steht im Nationalrat ein Grünrutsch bevor?


ie Grafik zeigt die Entwicklung auf nationaler Ebene. Grafik: Stefan Liechti

Wer wird am 20. Oktober in den Nationalrat einziehen? Bleibt die SVP stärkste Kraft? Schwappt die grüne Welle auch bis nach Bundesbern? Eine Auslegeordnung.

Die SVP ist seit 2003 die stärkste Partei in der grossen Kammer. Mit 29,4 Prozent stellt sie jetzt fast einen Drittel aller Nationalräte und -rätinnen. Der massive Stimmenzuwachs der SVP in den Neunzigerjahren hielt auch bei den Nationalratswahlen 2003 an und die SVP wurde mit 26,7 Prozent zur wählerstärksten Partei. In den letzten zwölf Jahren hat die SVP ihre Parteistärke weit mehr als verdoppelt: Sie steigerte sich von 11,9 um 14,8 Prozentpunkte auf 26,7 Prozent. Eine solche Steigerung ist in der Geschichte der Nationalratswahlen seit 1919 einzigartig. Sie überrascht umso mehr, als die SVP fünfzig Jahre lang mit einem stabilen Wähleranteil von rund 10 bis 12 Prozent die viertstärkste Partei – und damit die Juniorpartei im Bundesrat – war. Hinter der SVP sind im Jahr 2003 mit grossem Abstand SP und FDP. Deren Anteil schwankt zwischen 17 und 24 Prozent. Die Wahlverliererinnen waren bei den Nationalratswahlen 2003 erneut die beiden anderen bürgerlichen Bundesratsparteien FDP (–2,6 Punkte) und CVP (–1,5 Punkte), welche nun bereits zum sechsten Mal in Folge bei den Nationalratswahlen Stimmen verloren haben.

Die Nationalratswahlen 2015 waren von einem Rechtsrutsch geprägt. Auch im Jahr 2015 gewann vor allem die SVP. Die Partei konnte ein neues Rekordergebnis erzielen. Grüne und Grünliberale verloren Sitze. Neu hinzugekommen ist die GLP. Verschwunden sind diverse Parteien wie zum Beispiel der Landesring und die Demokraten.

Ob die SVP ihre in den letzten Jahren gewonnenen Sitze bei den diesjährigen Wahlen wieder verliert, ist offen. Prognostiziert wird ein Verlust vor allem bei der SVP zugunsten der grünen Parteien, das heisst Grüne und GLP. Diese Parteien sind 2019 auch bei kantonalen Wahlen als Sieger hervorgegangen. Die Klimadebatte spielt den Grünen in die Hände. Trotzdem wird die SVP wohl stärkste Partei bleiben. Die SP kann im Idealfall mit leichten Gewinnen rechnen. Weitere Verluste werden der CVP vorhergesagt.

Die Auswahl an Kandidaten und Kandidatinnen ist noch nie so gross gewesen wie bei den diesjährigen Eidgenössischen Wahlen. Allein für den Nationalrat bewerben sich mit 4600 Kandidierenden über 16 Prozent mehr Personen als bei den Rekordwahlen 2015. Während der Anteil der Frauen bei den Kandidierenden für den Nationalrat seit mehr als 28 Jahren bei rund 30 Prozent stagniert, stellen Frauen dieses Jahr rund 40 Prozent der Kandidierenden. Mit Ausnahme der BDP positionieren alle Parteien mehr Frauen auf den vorderen Plätzen ihrer Listen.

SVP auch im Kanton Zürich stark
Die 35 Sitze im Kanton Zürich verteilen sich zurzeit wie folgt: 12 SVP, 9 SP, 5 FDP, 3 GLP, 2 GPS, 2 CVP, 1 BDP, 1 EVP. Bei der SVP strebt der vor vier Jahren abgewählte Christoph Mörgeli ein Comeback an. Viel zu reden gab der Wechsel von Daniel Frei von der SP zur GLP im vergangenen Jahr. Frei tritt nicht mehr an.
Auch im Kanton Zürich wird mit einem Grünrutsch gerechnet. Der Kanton Zürich mit den Städten Zürich und Winterthur gilt als eine der Hochburgen der Grünen und der GLP.



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