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09.10.2019 Von: Larissa Jurczek

Zürich 2, Züriberg

Gymnasiasten bauen Solarzellenmodule


Das Zusammenlöten der Solarzellen erfordert eine sorgfältige Arbeitsweise und eine ruhige Hand. Foto: L. Jurczek

An der Kantonsschule Enge fand zum vierten Mal die Technikwoche statt. Das Ziel: Die Schüler auf Ingenieurberufe aufmerksam machen.

Statt Bücher und Hefte liegen Lötkolben auf den Schulpulten. In Kleingruppen löten die Schülerinnen und Schüler mit konzentrierten und manchmal fragenden Gesichtern Solarzellen zusammen. So sieht es an der Kantonsschule Enge während der jährlichen Technikwoche aus. Das Ziel: Solarenergie mit Spass zu
erleben.

Im Rahmen einer Sonderwoche tauchten 18 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten in die Welt der Technik, der Informatik und der Ingenieurberufe ein. Letzte Woche besuchten sie Firmen sowie das Physikinstitut der Universität Zürich, hörten Referate und Erfahrungsberichte von Studenten und wurden mit dem Bau der Solarzellenmodule vergangenen Donnerstag selber aktiv.

Nach einer Einführung von Workshop-Leiterin Thalia Meyer machen sich die Gymnasiasten an die Arbeit. «Die Schülerinnen und Schüler sollen Solarzellen zu einem Panel zusammenlöten», sagt Meyer. Das Zusammensetzen der Solarzellen erfordert präzises Arbeiten.

Eine «Horizonterweiterung»
Die Jugendlichen sind mit viel Interesse bei der Sache. Lehrer Damian Blarer verwundert das nicht: «Solarenergie ist bei den Schülerinnen und Schülern ein sehr aktuelles Thema.» Mit der Thematik der Energiewende könne die Jugend also etwas anfangen, «was man auch an den momentanen Klimastreiks erkennen kann».

Die Technikwoche wird seit 2015 jeweils für die erste und die dritte Klasse an der Kantonsschule Enge durchgeführt. «Die Schüler aus den ersten Klassen nehmen alle an dieser Woche teil, bei der dritten Klasse sind es dann nur noch diejenigen, die sich für die Thematik interessieren und sich explizit für diese Sonderwoche entscheiden», so Blarer. Organisiert wird die Technikwoche von «IngCH Engineers Shape our Future». Der Verein setzt sich dafür ein, Jugendlichen das Ingenieurwesen näherzubringen. Zudem macht IngCH zukünftige Studenten auf verschiedene Berufe und Studienfächer in diesem Bereich aufmerksam. Die Woche sei für die Gymnasiasten eine «Horizonterweiterung», sagt Richard Staub von IngCH, der für die Technikwoche an der Kantonsschule Enge verantwortlich ist. «Wir wollen zeigen, was man nebst den bekannten Schulfächern sonst noch studieren kann.» Dies sei besonders wichtig, da es sonst zu einem erheblichen Mangel an Ingenieuren komme. Daher sollen Ingenieurberufe gefördert werden.

Autorennen als Höhepunkt
Die fertigen Solarzellenmodule dürfen die Gymnasiasten mit nach Hause nehmen. Wenn sie richtig zusammengebaut worden sind, könnte damit theoretisch sogar ein Handy aufgeladen werden. Thalia Meyer weist darauf hin, dass dies bei den heutigen Smartphones aber ohne Regelungsgerät nicht gehe. «Diese Handys brauchen nämlich eine gleichmässige Spannung und vertragen keine Stromschwankungen.»

Doch bevor die Module mit nach Hause genommen werden, steht der Höhepunkt des Workshops bevor. Die Schülerinnen und Schüler veranstalten ein Wettrennen mit ferngesteuerten Autos. Diese werden statt mit Batterien mit den gebauten Solarzellenmodulen betrieben. Das funktioniert nur bei schönem Wetter. Aber die Teilnehmer der Technikwoche haben Glück: Die Sonne scheint den ganzen Donnerstagnachmittag. Dem Autorennen stand also nichts im Weg.



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